Termin-Vorschau für die Redaktionen: 3. Mai 2012 – Tag der Pressefreiheit

Termin-Vorschau für die Redaktionen: 3. Mai 2012 – Tag der Pressefreiheit

Am 3. Mai 2012 wird der einmal im Jahr stattfindende Tag der Pressefreiheit gefeiert. Die Redaktion von Liberty and Peace NOW! Human Rights Reporters und Radio TV IBS Liberty lädt hiermit alle Kollegen und Kolleginnen sowie freie Autoren, herzlich dazu ein, bereits im April 2012 so frühzeitig wie möglich, für ein geplantes Special zum Internationalen Tag der Pressefreiheit Beiträge und Sonder-Aktionen an die Redaktion, email: kontakt@radiotinfo.org zu senden.

Für Informationen via Telefon stehe ich Ihnen gerne in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr, Montag bis Freitag in der Redaktion, Tel. 06236 48 90 441, zur Verfügung. Es grüßt Ihr Andreas Klamm, Journalist, Redaktionsleitung und Gründer von Liberty and Peace NOW! Human Rights Reporters, www.libertyandpeacenow.org

Julia Klöckner: Reform mit „Justiz-Konvent“ auf breite Grundlage stellen

Julia Klöckner: Reform mit „Justiz-Konvent“ auf breite Grundlage stellen

Justizstrukturreform / Ergebnisse der Hill-Kommission

Mainz. 27. März 2012. (red). Die nun vorliegenden Ergebnisse der Hill-Kommission für eine Justizstrukturreform belegen aus Sicht der Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, die Notwendigkeit der Einsetzung eines parteiübergreifenden „Justiz-Konvents Rheinland-Pfalz“. Die Hill-Kommission habe alle eigenen und höchst umstrittenen Vorschläge der Landesregierung abgelehnt. Das gelte sowohl für die zunächst geplante Zusammenlegung der Oberlandesgerichte Koblenz und Zweibrücken, wie auch für den Vorschlag der Bildung auswärtiger Senate oder auch für die einseitige Konzentration auf den Standort Mainz bei den Überlegungen zur Schließung von Verwaltungsgerichten. Selten habe sich
eine Landesregierung mit Vorschlägen für eine Justizreform in vergleichbarer Weise blamiert.

„Die Landesregierung hat mit ihren unausgegorenen Reformvorschlägen ohne Not große Unruhe in die Justiz hineingetragen. Dass ihre Ideen weder Hand noch Fuß haben, hat ihr die Hill-Kommission jetzt bescheinigt. Die nun vorliegenden Ergebnisse belegen unseren Verdacht, dass es bei den Zusammenlegungsplänen im Hinblick auf die Oberlandesgerichte Koblenz und Zweibrücken nur darum ging, eine unliebsame Personalie aus dem Weg zu räumen.

Es muss jetzt darum gehen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und eine Justizreform zu erarbeiten, die auf einer breiten Grundlage steht. Dem dient mein Vorschlag eines „Justiz-Konvents Rheinland-Pfalz“. Denn eine dauerhaft tragfähige Reform, die unbeeinflusst von künftigen Wahlergebnissen umgesetzt werden kann, erfordert den Konsens
aller Parteien und Fraktionen. Vorbild kann dabei z.B. das überparteilich abgestimmte Vorgehen bei der Kommunal- und Gebietsreform Anfang der 70er Jahre oder die Idee des aktuellen Bildungskonvents in Sachsen-Anhalt sein. Mir ist zudem wichtig, dass eine Reform nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg geplant und umgesetzt wird. Zur Förderung von Qualität und Akzeptanz sollten unbedingt auch der Sachverstand und die Erfahrung aus der rheinland-pfälzischen Justiz selbst angemessen eingebunden werden.“

Unumstritten, so Klöckner, sei die Notwendigkeit einer Reform. Diese ergebe sich nicht nur aus dem demografischen Wandel und den damit einhergehenden zu erwartenden Veränderungen bei der Bevölkerungsstruktur. Auch die sich verändernden inhaltlichen Anforderungen an die Justiz und die angespannte Haushaltslage unseres Landes machten Reformüberlegungen unausweichlich. Oberster Maßstab müsse dabei sein, dass es nicht um eine Reform um der Reform willen gehe: Klöckner: „Ziel muss sein, die Justiz im Land für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig zu machen, ihre Effizienz und ihre Qualität und damit letztlich auch der Effektivität des Rechtsschut-zes zu verbessern.“

Containern ist kein Verbrechen

„Containern“ ist kein Verbrechen

Berlin. 27. März 2012. (and). Nach Auffassung der Ernährungs-Expertin der DIE LINKE, Karin Binder, ist Containern, das Aufsammeln in den Abfall geworfener Lebensmittel keine Straftat und legal. Die Politikerin setzt sich für eine Straffreistellung bei der Bundesregierung ein.“Das Mitnehmen weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern ist legitim. Industrie und Handel entsorgen ungestraft große Mengen genießbarer Lebensmittel. Wegen ‚Containerns‘ landen dagegen bedürftige Menschen und Aktivisten, die ein politisches Zeichen gegen die Wegwerfmentalität setzen wollen, vor Gericht. Das muss sich ändern“, erklärt Karin Binder, Ernährungsexpertin der Fraktion DIE LINKE.

Binder informierte weiter: „DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, das ‚Containern‘ nach Lebensmittel straffrei zu stellen. Bevor Container- und Mülltonnenabfall durch den Entsorgungsbetrieb übernommen wird, könnte er in Deutschland wie in anderen Ländern auch als abgetretenes Eigentum im Sinne einer herrenlosen Sache betrachtet werden. Der Handel sollte verpflichtet werden, einen ungehinderten Zugang zu nicht mehr verkaufsfähigen aber noch genießbaren Lebensmitteln sicherzustellen.“

Unions-Ministerpräsidenten nicken radikale Solarkürzungen ab

Unions-Ministerpräsidenten nicken radikale Solarkürzungen ab

Berlin. 27. März 2012. (red). Zur Einigung von Union und FDP zu den Kürzungen bei der Solarenergie erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik: „Die Kürzungen bei der Solarenergie fallen noch höher aus als im Gesetzentwurf vorgesehen. Die Unions-Ministerpräsidenten sind umgefallen und haben die radikalen Kürzungen der Minister Rösler und Röttgen abgesegnet und teilweise sogar verschärft.

Die jährliche Degression soll jetzt bis zu 29 Prozent (bisher waren 24 Prozent vorgesehen) betragen. Die Kürzungen sollen bis zu 37 Prozent betragen. Kleine Anlagen sollen künftig nur noch 80 Prozent ihres Stromes vergütet bekommen (bisher waren 85 Prozent vorgesehen). Die restlichen 20 Prozent bzw. 10 Prozent Solarstromerzeugung unterliegen einem Vermarktungszwang und führen zu weiteren Vergütungskürzungen. Der Vermarktungszwang führt zu einem teilweisen Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Ausgenommen von der Vermarktungspflicht werden ausgerechnet die großen Anlagen oberhalb der Ein-Megawatt-Grenze. Von Hausbesitzern wird aber erwartet, dass sie sich um die Vermarktung des Solarstroms selbst kümmern. Die Bürgerinnen und Bürger, Eigenheimbesitzer, Mieter und Vermieter haben bei dieser Regierung offensichtlich keine Lobby.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass sich die Unions-Ministerpräsidenten mit Erfolg für ihre eigenen Interessen sowie für die der großen Anlagenbesitzer eingesetzt haben. Die kleinen Anlagenbetreiber und Handwerker müssen hingegen schauen wo sie bleiben, ebenso wie die Solarindustrie, die weiterhin unter Herstellungspreisen verkaufen müssen, um noch Anlagen absetzen zu können.“

Julia Klöckner: Reform mit „Justiz-Konvent“ auf breite Grundlage stellen

Julia Klöckner: Reform mit „Justiz-Konvent“ auf breite Grundlage stellen

Justizstrukturreform / Ergebnisse der Hill-Kommission

Mainz. 27. März 2012. (red). Die nun vorliegenden Ergebnisse der Hill-Kommission für eine Justizstrukturreform belegen aus Sicht der Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Julia Klöckner, die Notwendigkeit der Einsetzung eines parteiübergreifenden „Justiz-Konvents Rheinland-Pfalz“. Die Hill-Kommission habe alle eigenen und höchst umstrittenen Vorschläge der Landesregierung abgelehnt. Das gelte sowohl für die zunächst geplante Zusammenlegung der Oberlandesgerichte Koblenz und Zweibrücken, wie auch für den Vorschlag der Bildung auswärtiger Senate oder auch für die einseitige Konzentration auf den Standort Mainz bei den Überlegungen zur Schließung von Verwaltungsgerichten. Selten habe sich
eine Landesregierung mit Vorschlägen für eine Justizreform in vergleichbarer Weise blamiert.

„Die Landesregierung hat mit ihren unausgegorenen Reformvorschlägen ohne Not große Unruhe in die Justiz hineingetragen. Dass ihre Ideen weder Hand noch Fuß haben, hat ihr die Hill-Kommission jetzt bescheinigt. Die nun vorliegenden Ergebnisse belegen unseren Verdacht, dass es bei den Zusammenlegungsplänen im Hinblick auf die Oberlandesgerichte Koblenz und Zweibrücken nur darum ging, eine unliebsame Personalie aus dem Weg zu räumen.

Es muss jetzt darum gehen, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und eine Justizreform zu erarbeiten, die auf einer breiten Grundlage steht. Dem dient mein Vorschlag eines „Justiz-Konvents Rheinland-Pfalz“. Denn eine dauerhaft tragfähige Reform, die unbeeinflusst von künftigen Wahlergebnissen umgesetzt werden kann, erfordert den Konsens
aller Parteien und Fraktionen. Vorbild kann dabei z.B. das überparteilich abgestimmte Vorgehen bei der Kommunal- und Gebietsreform Anfang der 70er Jahre oder die Idee des aktuellen Bildungskonvents in Sachsen-Anhalt sein. Mir ist zudem wichtig, dass eine Reform nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg geplant und umgesetzt wird. Zur Förderung von Qualität und Akzeptanz sollten unbedingt auch der Sachverstand und die Erfahrung aus der rheinland-pfälzischen Justiz selbst angemessen eingebunden werden.“

Unumstritten, so Klöckner, sei die Notwendigkeit einer Reform. Diese ergebe sich nicht nur aus dem demografischen Wandel und den damit einhergehenden zu erwartenden Veränderungen bei der Bevölkerungsstruktur. Auch die sich verändernden inhaltlichen Anforderungen an die Justiz und die angespannte Haushaltslage unseres Landes machten Reformüberlegungen unausweichlich. Oberster Maßstab müsse dabei sein, dass es nicht um eine Reform um der Reform willen gehe: Klöckner: „Ziel muss sein, die Justiz im Land für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig zu machen, ihre Effizienz und ihre Qualität und damit letztlich auch der Effektivität des Rechtsschut-zes zu verbessern.“

Containern ist kein Verbrechen

„Containern“ ist kein Verbrechen

Berlin. 27. März 2012. (and). Nach Auffassung der Ernährungs-Expertin der DIE LINKE, Karin Binder, ist Containern, das Aufsammeln in den Abfall geworfener Lebensmittel keine Straftat und legal. Die Politikerin setzt sich für eine Straffreistellung bei der Bundesregierung ein.“Das Mitnehmen weggeworfener Lebensmittel aus Abfallcontainern ist legitim. Industrie und Handel entsorgen ungestraft große Mengen genießbarer Lebensmittel. Wegen ‚Containerns‘ landen dagegen bedürftige Menschen und Aktivisten, die ein politisches Zeichen gegen die Wegwerfmentalität setzen wollen, vor Gericht. Das muss sich ändern“, erklärt Karin Binder, Ernährungsexpertin der Fraktion DIE LINKE.

Binder informierte weiter: „DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, das ‚Containern‘ nach Lebensmittel straffrei zu stellen. Bevor Container- und Mülltonnenabfall durch den Entsorgungsbetrieb übernommen wird, könnte er in Deutschland wie in anderen Ländern auch als abgetretenes Eigentum im Sinne einer herrenlosen Sache betrachtet werden. Der Handel sollte verpflichtet werden, einen ungehinderten Zugang zu nicht mehr verkaufsfähigen aber noch genießbaren Lebensmitteln sicherzustellen.“

Unions-Ministerpräsidenten nicken radikale Solarkürzungen ab

Unions-Ministerpräsidenten nicken radikale Solarkürzungen ab

Berlin. 27. März 2012. (red). Zur Einigung von Union und FDP zu den Kürzungen bei der Solarenergie erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik: „Die Kürzungen bei der Solarenergie fallen noch höher aus als im Gesetzentwurf vorgesehen. Die Unions-Ministerpräsidenten sind umgefallen und haben die radikalen Kürzungen der Minister Rösler und Röttgen abgesegnet und teilweise sogar verschärft.

Die jährliche Degression soll jetzt bis zu 29 Prozent (bisher waren 24 Prozent vorgesehen) betragen. Die Kürzungen sollen bis zu 37 Prozent betragen. Kleine Anlagen sollen künftig nur noch 80 Prozent ihres Stromes vergütet bekommen (bisher waren 85 Prozent vorgesehen). Die restlichen 20 Prozent bzw. 10 Prozent Solarstromerzeugung unterliegen einem Vermarktungszwang und führen zu weiteren Vergütungskürzungen. Der Vermarktungszwang führt zu einem teilweisen Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Ausgenommen von der Vermarktungspflicht werden ausgerechnet die großen Anlagen oberhalb der Ein-Megawatt-Grenze. Von Hausbesitzern wird aber erwartet, dass sie sich um die Vermarktung des Solarstroms selbst kümmern. Die Bürgerinnen und Bürger, Eigenheimbesitzer, Mieter und Vermieter haben bei dieser Regierung offensichtlich keine Lobby.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass sich die Unions-Ministerpräsidenten mit Erfolg für ihre eigenen Interessen sowie für die der großen Anlagenbesitzer eingesetzt haben. Die kleinen Anlagenbetreiber und Handwerker müssen hingegen schauen wo sie bleiben, ebenso wie die Solarindustrie, die weiterhin unter Herstellungspreisen verkaufen müssen, um noch Anlagen absetzen zu können.“

Landtagswahl: Stadt Bonn sucht Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für den 13. Mai 2012

Landtagswahl: Stadt Bonn sucht Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für den 13. Mai 2012

Bonn. 27. März 2012. (ib) – Die Vorbereitungen für die Wahl des Landtags in Nordrhein-Westfalen am Sonntag, 13. Mai, laufen. Für den Wahltag sucht die Stadt dringend Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für den Einsatz in den Wahllokalen. Für die Tätigkeit in einem Wahlvorstand wird ein Erfrischungsgeld von 35 Euro gezahlt. Wahlhelfer können Personen sein, die zum Landtag NRW wahlberechtigt sind. Fragen zur Wahlhelfertätigkeit beantwortet Artur Langen beim Wahlamt unter Telefon (02 28) 77 35 01. Unter www.bonn.de kann man sich auch direkt über das Internet als Wahlhelfer melden. Hier gibt es Online-Meldeformulare.

Welche Aufgaben haben Wahlhelfer?

Am Wahltag werden Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt, die in den örtlichen Wahllokalen die korrekte Stimmenabgabe und Stimmenauszählung sicherstellen oder in Briefwahllokalen die eingegangenen roten Wahlbriefe öffnen, deren Gültigkeit feststellen und die Stimmen auszählen.

Jedes Wahllokal hat einen eigenverantwortlichen Wahlvorstand. Das sind bis zu acht Bürgerinnen und Bürger. Sie zählen am Wahltag die in den örtlichen Wahllokalen abgegebenen Stimmen aus oder werden in den Briefwahllokalen eingesetzt. Dort öffnen sie die eingegangenen Wahlbriefe, entscheiden über deren Gültigkeit und werten ab 18 Uhr die Stimmzettel aus.

Die Arbeit im Wahlvorstand ist ein Ehrenamt und setzt keine speziellen Kenntnisse voraus. Wahlvorsteher oder Schriftführer bzw. deren Vertreter erhalten eine etwa 90-minütige Schulung des bezirklichen Wahlamtes. Die übrigen Mitglieder des Wahlvorstandes (Beisitzer/innen) werden am Wahltag über den Ablauf informiert.

„Wir brauchen alle“: Regionale Erwerbsentwicklung deutlich aktiver unterstützen

„Wir brauchen alle“: Regionale Erwerbsentwicklung deutlich aktiver unterstützen

Zweitägige Auftaktkonferenz des regionalen „Bündnis für Fachkräfte“ mit rund 120 Experten in der Bad Godesberger Stadthalle

Bonn. 26. März 2012. (ib) – Bei der Auftaktkonferenz 2012 des regionalen „Bündnis für Fachkräfte Bonn/Rhein-Sieg“ tauschen sich heute und morgen (26. und 27. März) rund 120 Teilnehmer über eine gemeinsame Strategie zur Stärkung des Fachkräftemarktes in der Region Bonn/Rhein-Sieg aus. „Wir brauchen alle“, brachte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch das Ziel auf einen Punkt. „Wenn wir auch weiterhin eine Wachstumsregion bleiben wollen, müssen wir deutlich aktiver als bisher die regionale Erwerbsentwicklung unterstützen“, betonte er, und der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Frithjof Kühn, ergänzte: „Keiner darf auf der Strecke bleiben, von der Kita bis zur Berufsqualifikation müssen wir alle Talente fördern.“

Die Arbeitsmarktakteure aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis erarbeiten zunächst in sechs Themenfeldern nachhaltige Handlungsoptionen. Die Arbeitsfelder sind: Unternehmen, Teilhabe, Frauen, Internationales, Talente und Jugendliche. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Martin Papke, Direktor des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung und Management aus Düsseldorf, über die strategische Entwicklung des Standortes Bonn/Rhein-Sieg begann gleich der aktive Arbeitsprozess.

Teilnehmer der Konferenz in der Bad Godesberger Stadthalle sind Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Agentur für Arbeit, der Jobcenter Bonn und Rhein-Sieg, der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft, der Schulen und Hochschulen sowie der Wirtschaftsförderungen Bonn und Rhein-Sieg-Kreis und der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg. Aber auch Institutionen und Unternehmen, für die das Thema Fachkräfte zunehmend brisant wird, wirken mit.

Konkrete Projekte sollen entwickelt werden

„Ich bin sicher, dass wir Antworten auf die spezifischen Herausforderungen des demographischen Wandels in der Region finden werden und sie in vernetztes und systematisches Handeln umsetzen können“, so der Bonner Oberbürgermeister. „Wir werden sicher nicht das Rad neu erfinden, aber wir werden unsere Erfahrungen, den Bedarf und die Ziele für die Entwicklung unseres Arbeitsmarktes zusammenbringen und konkrete Projekte entwickeln, um die Ziele zu erreichen.“ Denn gut ausgebildete Fachkräfte sind für die Innovationskraft nicht nur von Firmen und Institutionen, sondern auch für die Attraktivität und Leistungsfähigkeit von Bonn und der Region entscheidend.

Der Bonner Arbeitsmarkt ist stark geprägt von hoch qualifizierten Fach- und Führungskräften. Dafür verantwortlich ist zum einen das hohe Bildungsniveau, zum anderen gibt es ein breites Spektrum an mittelständischen sowie Großunternehmen und Arbeitgebern, besonders im Dienstleistungssektor, deren Bedarf an Fachkräften kontinuierlich steigt.

Für Bonn und die Region sagen die Statistiker zwar wachsende Bevölkerungszahlen voraus, aber die Gruppe der 18- bis 65-Jährigen nimmt prozentual ab.

Übrigens: Der begonnene Prozess ist offen für interessierte Mitwirkende. Kontakt über die Projektleitung der Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg. www.regionalagentur.net

Hintergrund:

Bereits 2010 hat der Lenkungskreis Bonn/Rhein-Sieg, dem Landrat Frithjof Kühn und Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch gemeinsam vorsitzen, beschlossen, die ohnehin enge Kooperation mit allen Arbeitsmarktakteuren zu vertiefen und besonders eine gemeinsame Strategie für das Werben um Fachkräfte auf den Weg zu bringen. Der aktive Dialogprozess ist das Herzstück des Projektes „Bündnis für Fachkräfte“, den das Land NRW als regionalen Strategieprozess mit rund 250 000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert. Veranstalter der Auftaktkonferenz sind die Wirtschaftsförderungen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises sowie die Regionalagentur Bonn/Rhein-Sieg.

Eine Rotbuche als ganz persönliche Taufgeschenk

Eine Rotbuche als ganz persönliches Taufgeschenk

Im Rahmen der Initiative „1000 Bäume für Bonn“ können Bürger beispielsweise zu besonderen Anlässen einen Baum spenden.

Bonn. 26. März 2012. (ib). Ein bleibendes Geschenk hat die kleine Bonnerin Fiona Leonie Rohr von ihren Paten zur Taufe bekommen: eine Rotbuche in der Rheinaue. Im Rahmen einer kleinen Pflanzfeier mit den Eltern Andrea und Carsten Rohr und Patin Stefanie Lentz dankten heute (Montag, 26. März) Umweltdezernent Rüdiger Wagner und Dieter Fuchs, Leiter des Amtes für Stadtgrün, der Familie für die besondere Baumspende.

Zu Fionas Taufe am 1. Mai vergangenen Jahres hatte Stefanie Lentz den Baum als außergewöhnliches Geschenk ausgesucht. Jetzt wurde die Rotbuche an ihren Ort in der Rheinaue gesetzt. Eine Plakette erinnert daran, für wen der Baum gepflanzt wurde. Die Initiative „1000 Bäume für Bonn“ brachte Stefanie Lentz auf die Idee für ihr Patenkind. „Wir freuen uns sehr, dass Frau Lentz unsere Initiative aufgegriffen hat, um so ein sehr persönliches und gleichzeitig nachhaltiges Geschenk zu machen“, sagte Umweltdezernent Rüdiger Wagner. Der „eigene“ Baum sei etwas ganz Besonderes für den Beschenkten und ein schönes Symbol für etwas Wachsendes. „Gleichzeitig trägt diese Spende dazu bei, Bonns attraktives grünes Stadtbild zu erhalten“, so der Umweltdezernent. „Wir würden uns wünschen, dass dieses Beispiel zahlreiche Nachahmer findet“, ergänzte Dieter Fuchs, „wer noch auf der Suche nach einem ganz individuellen Geschenk ist, wird bei uns im Amt für Stadtgrün fündig.“

Anlässe wie Hochzeiten, runde Geburtstage, die Geburt eines Kindes, aber auch Firmenjubiläen eignen sich besonders gut für eine Baumspende. Der Preis für die Pflanzung eines Baumes in einer städtischen Grünanlage beläuft sich auf etwa 800 Euro, ein Straßenbaum kostet etwa 1500 Euro. Jeder Spendenbetrag ab 15 Euro ist willkommen. Wenn die oben genannten Beträge erreicht sind, wird ein Baum gepflanzt. Für 800 Euro beziehungsweise 1500 Euro wird ein Baum zusammen mit dem Spender gepflanzt. Am Baum der Spenderin oder des Spenders wird dann ein kleines Namensschild des Spenders angebracht. Je nach Jahreszeit können die Stifter auch an der Pflanzaktion teilnehmen und eine kleine Feier an ihrem Baum ausrichten.

Es gibt viele gute Gründe einen Baum zu pflanzen. Manche möchten etwas Bleibendes hinterlassen, andere wiederum einen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen leisten und dem Nächsten liegt etwas an einem attraktiven und grünen Stadtbild. Insbesondere für die Bonner Grün- und Parkanlagen besteht Bedarf, um den Baumbestand Bonns auf hohem Niveau zu halten, welcher eine wohltuende Wirkung für Mensch und Klima innehat.

Bäume bedeuten Leben

Bäume haben eine hohe Symbolkraft. Sie stehen für Natur, für Wachstum, für Zukunft – und als Metapher auch für den Lebenszyklus, also für das Leben. Deshalb bedeutet der Satz „Einen Baum pflanzen“ immer auch, etwas Bleibendes zu hinterlassen. Bäume prägen das Stadtbild, sie schaffen grüne Oasen, spenden Schatten und zeigen den jahreszeitlichen Wechsel. Sie schaffen damit eine angenehme und natürliche Atmosphäre. Ohne Bäume ist eine Stadt nicht lebenswert.

Fragen zur Initiative „1000 Bäume für Bonn“ beantworten die Mitarbeiter im Amt für Stadtgrün unter der Telefonnummer 02 28/77 42 46 oder per E-Mail: baumspende@bonn.de. Weitere Informationen auch auf der Homepage der Stadt Bonn unter www.bonn.de, Stichwort „Baumspende“.