Aus dem Jenseits zurück ins Leben: Halloween-Party als Magnet für junge Leute

Aus dem Jenseits zurück ins Leben:
Halloween-Party als Magnet für junge Leute
Doppelter Erfolg – DRK-Helfer retten jungem Mann das Leben
VON ANDREAS KLAMM
Waldsee. „Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal ein Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für Notfälle dabei. Wir trafen diese Entscheidung aus der Verantwortung für die Jugendlichen als Prophylaxe.“, erklärte Reinhard Spindler, Organisator der Halloween-Party, die Präsenz eines Rotkreuz-Teams. Eine weise Entscheidung, die wenige Stunden später, am frühen Dienstagmorgen, einem Jugendlichen in der Gemeinde das Leben rettete.
Es ist die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. In den evangelisch dominierten Ländern feiern Gläubige den Reformationstag. Am Tag darauf feiern katholische Gläubige, am 1. November, einen der höchsten Feiertage: Allerheiligen.
Viele junge Leute sind froh über den freien Tag und nutzen die Gelegenheit, um auf einer der größten Party´s in der Umgebung „richtig ausgelassen“ zu feiern. In Waldsee feierten rund 1 000 junge Menschen, fast doppelt soviel, wie erwartet, aus der ganzen Region, dieses Jahr zum ersten Mal in der Sommerfesthalle, eine Halloween-Party. Spass machen soll es – es geht um viel Musik, gruselige und kreative Kostüme.
Ein junger Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis geriet am frühen Dienstagmorgen in eine lebensbedrohliche Situation. DRK-Helfer reanimierten (wiederbelebten), gemeinsam mit Ersthelfern erfolgreich einen 19jährigen Jugendlichen und retten ihm das Leben.
Der Phantasie der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind kaum Grenzen gesetzt: Die einen kommen mit echter Asche bedeckt: „Wir sind gerade aus der Gruft gestiegen…“, beschreiben sie das Outfit. Ein „Vampir“ hat seine Freundin, eine „Vampirbraut“ gerade gebissen, ein Mädchen kommt mit Hörnern als „Teufelin“, wieder andere als „Nachtgespenst“ oder „Monster“, andere wirken ziemlich echt mit Blut überströmt, sind jedoch absolut kein Grund für einen Einsatz des DRK. „Ist alles nur Schminke. Sieht aber richtig echt aus…“.
Der Männergesangverein (MGV) Concordia 1861 e.V., Veranstalter der Party, ist über die Grenzen der Gemeinde für gelungene Musik-Events im Großformat bekannt. Die jungen Gäste strömten aus allen Richtungen in die Sommerfesthalle. Sogar aus Ludwigshafen kamen Besucher zur Halloween-Party.
Bis zu einer Stunde Wartezeit mussten die Partybesucher wegen des großen Andrangs, zeitweise, in Kauf nehmen, um nach gründlichen Sicherheits-Checks durch die Angestellten eines Sicherheitsunternehmens aus Viernheim, Einlass zu finden.
Mit 14 000 Watt klangen aktuelle Tanzhits aus Pop, neue deutsche Welle, Techno und Rock, bis in die frühen Morgenstunden aus den Lautsprechern. „Ich mag keine klirrenden Lautsprecher. Der Ton soll sauber rauskommen.“, betont Reinhard Spindler.
DJ Erek (Erek Diefenbach) aus Waldsee und DJ Jan (Jan Sigl) aus Römerberg haben über zweihundert CD´s mitgebracht und spielen, was dem tanzfreudigen Publikum gefällt. „In den Jahren zuvor wurde Halloween in der Kulturhalle gefeiert. Das gefiel nicht jedem. Die katholische Kirche ist gegen die Halloween-Party. Anwohner waren wenig erfreut über die Geräuschskulisse. Zudem wurde die Kulturhalle viel zu klein. Wir sind Bürgermeister Otto Reiland und der Gemeinde Waldsee sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit und die zur Verfügungstellung der Sommerfesthalle“, informierte der erste Vorsitzende, Reinhard Spindler.
Die Lösung war die richtige, damit die Jugendlichen ungestört feiern können, ohne Nachbarn am frühen Morgen zu stören. Damit die jungen Menschen ausgelassen feiern können, war der Organisator in den Tagen vor dem Groß-Party-Event mit einer zwölfköpfigen Mannschaft und mit einem weiteren riesigen Logistik-Team im Hintergrund, des Männergesangsvereines, 500 Stunden mit Aufbauarbeiten für Stände, Bühne, Dekoration und vielen anderen Dingen beschäftigt.
„Halloween gefällt mir einfach viel besser als die Hexennacht, weil da viel mehr „schreckliche“ Leute sind…“, meint Besucher, Marc Regel. „Uns hat es super gefallen. Es war „saugeil“. Aber wir wurden jetzt kurz vor zwölf nach Hause geschickt, weil wir erst 15 sind..´ne echte tolle Party. Coole Stimmung, coole Party.“, schwärmt Julia Lorey als Sprecherin für eine Gruppe junger Mädchen.
Von Karin Zickgraf, DRK-Jugendleiterin, will ich wissen, worauf haben sie sich heute Abend vorbereitet?: „Wir sind froh, wenn es ruhig bleibt. Wir sind auf Jugendliche vorbereitet, die sich beim Trinken möglicherweise selbst überschätzen.“, meint sie.
Sie konnte ihren Satz kaum beenden, als die erste Alarmmeldung kommt: „Bewusstlose Person vor der Halle.“ Das DRK-Team eilt zur Einsatz-Stelle. Gegen 22 Uhr ist die Party für einen 16jährigen zu Ende. Für ihn ist die Feier vor Beginn zu Ende. Er schaffte den Weg in die Halle nicht mehr, weil er sich auf dem Weg zur Party mit einer Flasche „Rum zugeschüttet“ hatte, berichten Freunde. Karin Zickgraf bestellt den RTW, meint Rettungstransportwagen. Der Junge muss zur stationären Überwachung ins Krankenhaus. Wahrscheinlich hat er weit mehr als 1, 2 Promille im Blut, schätzte die DRK-Helferin.
Zum einem zweiten Einsatz kommt es kurz nach Mitternacht. Ein junger Mann überschätzte das Maß, was an Alkohol für ihn verträglich ist. Karin Zickgraf und ihr Team haben alles unter Kontrolle. Der junge Erwachsene wird von Freunden nach Hause gebracht. „Für ihn ist die Feier zu Ende. Keine Diskussionen.“, bleibt Zickgraf hart.
Mister und Miss Halloween
Sind seit Mitternacht für ein Jahr, Miss und Mister Halloween; Christina Pleines, Altrip und Manuel Klein aus Neuhofen.
Drinnen läuft die Party auf Hochtouren. Das gibt es nicht bei jeder Halloween-Party. Kurz nach Mitternacht, nimmt Reinhard Spindler das Mikrofon in die Hand und stellt die Miss und den Mister Halloween 2005 vor. Christina Pleines aus Altrip und Manuel Klein aus Neuhofen wurden gewählt. So genau wissen beide selbst nicht, wie ihnen dies gelungen ist. „Wir sind kein Paar.“, antworten sie und freuen sich über eine große Flasche Champagner.
Gegen 1.30 Uhr wird es gruselig ernst… – …mindestens „zwei Schutzengel“
Rund 1 000 junge Leute sind in bester Stimmung in der Sommerfesthalle und nicht wenige feiern, als ob es die letzte Party sei.
Draußen, einige Meter vor der Halle, gerät ein junger Mann in Lebensgefahr. Die dritte Einsatz-Meldung für das Team der ehrenamtlichen DRK-Helfer kommt kurz vor 1.30 Uhr. „Bewusstlose Person liegt auf dem Boden.“ Ich begleite die Helfer vom Roten Kreuz zum dritten Einsatz. „Die Augen sind starr. Ein junger Mann reagiert nicht auf Ansprache, nicht auf Schmerzreiz.“ „Atmung sehr flach, der Puls ist tastbar, aber nicht regelmäßig und schwach.“, checkt DRK-Einsatzleiterin Karin Zickgraf.
Ich sehe, es ist ziemlich ernst und schalte meine Camera ab, Berichterstattung hat Grenzen. Die DRK-Helfer bringen den Patienten in die stabile Seitenlage, überwachen die Vitalwerte, wie Atmung, Puls, Bewusstseinslage und Blutdruck. Sie wärmen ihn mit einer Decke, sprechen beruhigend mit dem Patienten.
„Plötzlich wird der Puls schwächer, die Atmung des Patienten setzt aus, kein Puls mehr tastbar, Blutdruck nicht mehr messbar…“. Das Einsatz-Team und weitere Ersthelfer reagieren sofort mit Beatmung und Herzdruckmassage. Nach vier Zyklen beginnt der junge Mann wieder spontan zu atmen. Der Puls ist zwar immer noch unregelmäßig aber jetzt gut, auch an den Extremitäten, tastbar. Wieder kommt der Mann in die stabile Seitenlage. Kurze Zeit später treffen der alarmierte Kinder-Notarzt aus Speyer und ein Rettungswagen des DRK ein. Der Jugendliche wird vom Rettungsdienst weiterversorgt. Sein Zustand stabilisiert sich. Gegen 2.03 Uhr wird er in ein naheliegendes Krankenhaus transportiert.
Ein Freund ist sichtlich schockiert: „Seine Eltern sind im Urlaub, darf ich mitfahren? Ich bin sein bester Freund. Wird er bleibende Schäden zurückbehalten ?“
„Der Junge hatte mindestens zwei Schutzengel.“, meint Karin Zickgraf. Völlig im Dunkeln ist die Ursache für den plötzlichen Zusammenbruch des Jugendlichen mit kurzzeitigem Herz-Kreislauf-Versagen.
Gerüchten zufolge soll der junge Mann in eine Schlägerei verwickelt worden sein.
Einsatzleiterin Karin Zickgraf ist mit ihrem Team des Abends, Jessica Karl, Yvonne Blau, Sabrina Zickgraf und Partric Spindler zufrieden. In einer Einsatz-Nachbesprechung bespricht sie was geschehen war.
„Ihr habt gut reagiert. Das Team arbeitete hervorragend in der Rettungskette.“, lobt sie. Für die Mitglieder der DRK-Jugend war es die erste Reanimation und diese gelang. Das ist nicht immer so.
Mit ihrem sofortigen Einsatz verhinderten sie und weitere Ersthelfer, dass für den jungen Mann, der Besuch einer Halloween-Party mit einer „Reise ins Jenseits“ enden sollte.
Was bedeutet für euch Halloween 2005, will ich wissen: „Immer wieder Dienst zu machen , zu helfen und wenn notwendig, wie heute, auch Menschen zu retten.“, meinen die jungen Lebensretter. Halloween 2005 werden sie nicht so schnell vergessen.
Tolles Publikum in Waldsee
Kurz vor drei Uhr. Der letzte Song wird bei der MGV-Party gespielt. Reinhard Spindler nimmt das Mikrofon und dankte den Jugendlichen. „Ihr seid ein tolles Publikum, habt richtig mitgemacht, euch bewegt, getanzt und gefeiert. Danke !“ Er ist zufrieden: „Danke an die vielen Helfer, Danke an alle, die in irgendeiner Form mitgewirkt haben. Ohne euch wäre diese große Party nicht möglich gewesen“, freut er sich.
„1 000 Gäste waren in Waldsee.“, schätze Spindler. Das waren fast doppelt so viele Menschen, wie erwartet. Für Reinhard Spindler und seine zwölfköpfige Helfer-Mannschaft wird der Feiertag ein harter Arbeitstag: „Wir müssen abbauen, die Halle muss schnell wieder frei sein.“
Hintergrund zu Halloween:
Welche Bedeutung haben die Masken und wo ist der Ursprung von Halloween
Halloween kommt von Allerheiligen. Die englische Bezeichnung ist „All Hallows“. Der Abend davor ist der „All Hallows´ Even“ oder eben kurz genannt: Halloween.
Seinen Ursprung hat dieses Fest mit Kürbissen, Monstern und Gespenstern in der Tradition keltischer Druiden. Sie feierten am 31. Oktober, Neujahr, das „Samhain“-Fest. Nach dem keltischen Glauben kam in dieser Nacht der Gott des Todes auf die Erde, um die Seelen der Verstorbenen zu holen.
Schon damals versteckte man sich hinter grässlichen Masken, um die bösen Geister abzuschrecken. Am „Samhain“-Fest beschäftigten sich früher viele Menschen mit Wahrsagerei, um die Zukunft zu erfahren.
Die Kürbis-Laterne, anfangs waren es ausgehöhlte Rüben, hat ihren Ursprung, der Überlieferung nach, in der Geschichte von Jack, dem Schmied, der angeblich ruhelos mit einer Laterne über die Erde wandelte, weil ihm nach seinem Tod der Zugang zu Himmel und Hölle verwehrt worden sein soll.
Aufbauteam leistete 500 Stunden Arbeit
Das Aufbau-Team: Horst Leckbar, Patric Spindler (verletzte sich bei den Aufbauarbeiten am Kopf), Holger Spindler, Sven Offermann, Germer Koll, Florian Spindler, Michael Knopf, Roland Döring, Sebastian Reichwein, Sven Steffgen, Heiko Leckband, Armin Claus und als einzige Frau: Doris Claus.
Sind seit den frühen Morgenstunden des 1. November Lebensretter: Die DRK-Jugendhelfer Jessica Karl, Yvonne Blau, Sabrina Zickgraf, Patric Spindler (verletzte sich bei Aufbauarbeiten zur Party am Kopf) hatten gemeinsam mit Ersthelfern unter der Einsatzleitung von DRK-Jugendleiterin Karin Zickgraf alle Hände voll zu tun.
Gegen 1.30 Uhr retten sie mit weiteren mehreren Ersthelfern in einer Reanimation einem jungen Mann mit kurzzeitigem Herz-Kreislaufversagen das Leben. Er musste beatmet werden und wurde mit Herzdruckmassage „wieder zurückgeholt“. Der Jugendliche war aus unbekannter Ursache plötzlich bewusstlos am Boden liegend aufgefunden worden.
Was ich noch sagen wollte:
Persönlich betroffen und die gute Nachricht
Mit einem blauen Auge davongekommen – noch Kopfschmerzen
VON ANDREAS KLAMM
Waldsee/Rhein-Pfalz-Kreis. Dem 19jährigen jungen Mann aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, der von einem Team des Deutschen Roten Kreuzes, Waldsee, unter Leitung von DRK-Jugendleiterin Karin Zickgraf und weiteren mehreren Ersthelfern erfolgreich reanimiert wurde, geht es den Umständen entsprechend gut.
Eigenen Einschätzungen zufolge, wurde der junge Mann, vermutlich Opfer einer Schlägerei. „Ich habe ein komplett blaues Auge“, informierte er in einem Telefongespräch. Am gestrigen Mittwoch hatte er noch „starke Genickschmerzen“. Am heutigen Donnerstag, klagte er noch „über starke Kopfschmerzen.“
Er könne sich an nichts mehr erinnern. Nur noch daran, dass er noch seine Jacke abgegeben hat und sich etwas zu trinken besorgte. „Ich bin erst im Krankenhaus wieder aufgewacht.“, so der junge Mann wörtlich.
„Ich mußte heute sogar ein Vorstellungsgespräch absagen“, bedauerte er am Telefon und bat darum seine Identität zu schützen.
Da ich im Rahmen der ersten Hilfe zwei prädkordiale Faustschläge (auf das Brustbein [ Sternum ] des Mannes) noch vor der initialen Beatmung übernahm, während Karin Zickgraf erfolgreich die Herzdruckmassage durchführte, bin ich persönlich betroffen worden und musste aus mehreren Gründen weiter recherchieren und wissen, wie es dem jungen Mann geht. Da ich nicht nur Journalist sondern zudem staatlich examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Rettungssanitäter bin, war es für mich selbstverständlich mich an den Reanimations-Massnahmen ohne zu zögern zu beteiligen.
Es freut mich sehr, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Der Jugendliche befand sich in einer ernsthaften Gefahrensituation und aus 15 Jahren Berufserfahrung als Gesundheits- und Krankenpfleger mit Intensiv- und Anästhesie-Erfahrung und als Rettungssanitäter mit Erfahrung im Rettungsdienst ist mir sehr wohl bekannt, dass Reanimationen selbst unter dem Einsatz erfahrenster Notärzte nicht immer gelingen und, dass junge Menschen nicht einfach ´mal schnell ohne Grund bewußtlos werden und erweiterten erste Hilfe-Massnahmen bedürfen – schon gar nicht einer Reanimation.
Der junge Mann hatte das große Glück erfahren dürfen, dass es sich um einen „beobachteten Kreislaufstillstand“ unter der Erstversorung des Deutschen Roten Kreuzes und weiteren Helfern handelte.
Wäre das Team des Roten Kreuzes bei der Veranstaltung nicht vor Ort gewesen, dann ist fraglich, ob diese ernste Situation so glimpflich verlaufen und der Patient im wahrsten Sinne des Wortes „nur mit einem blauen Auge“ davongekommen wäre.
Um Missverständnisse möglichst frühzeitig vorzubeugen. Drei Einsätze, die ich beobachtete und filmte, bei 1 000 Menschen, die eine große Party in Waldsee feierten, ist ein geringes Aufkommen von Einsätzen, wenn auch einer der Einsätze sehr ernst wurde.
Sowohl im Rettungsdienst, im Sanitätsdienst wie auch als Berichterstatter und Journalist habe ich bei etwa bei Sportveranstaltungen und Musikkonzerten, ein wesentlich höheres Aufkommen von Patienten im zweistelligen Zahlbereich erlebt.
So gesehen, waren die Zustände in Waldsee doch eher mäßig, ruhig und noch im Normalbereich.
Mit einem Auftrag zweier Redaktionen bin ich zur Halloween-Veranstaltung gegangen und dokumentierte sowohl Veranstaltung als auch die Einsätze des DRK-Team unter Zuhilfenahme einer Video-Camera. Mit der Video-Dokumentation arbeite ich bereits seit Jahren, da sich beispielsweise wichtige Zitate von Reden oder interessante Statements so einfach genauer und besser wiedergeben lassen.
Video- und Tonaufnahmen machen eine genauere und objektivere Berichterstattung möglich. In den USA ist diese Arbeitsweise Alltag und beliebt. Nicht selten auch, weil sich oft in delikaten Angelegenheiten, Interview-Partner, nicht mehr daran erinnern können, ob und was zu einem Thema gesagt wurde.
Journalisten sind auch Menschen und Irren ist bekanntlich menschlich. Wer viel arbeitet ist auch in der Gefahr, dass sich Fehler einschleichen. So dient diese Arbeitstechnik einer doppelt- und dreifachen Absicherung für den Medienschaffenden, wie auch den Menschen, die in den Medien in Erscheinung treten wollen.
Ich bin der Überzeugung aus Erfahrung, dass wer nicht bereit ist, nach Erkärung, Vereinbarung oder Absprache ein Interview vor einer Camera mit Tonaufzeichnung zu geben, kann auch kein Interesse daran haben, gleich in welchen Medium (Zeitung, Radio, Fernsehen, Internet) zu erscheinen. Geheimnisse sind Geheimnisse und sie wären es nicht, wenn sie dies nicht auch bleiben.
Daher respektiere ich solche Wünsche. Wollen Vereine, Behörden, Firmen, Organisationen und Privatpersonen keine Auskunft geben, erwähne ich dies kurz in meinen Beiträgen, weil für Leser, Zuschauer, Hörer interessant, und es gibt keine Veröffentlichung gezielt mit solchen Interview-Partnern, da es ja meist genug andere Interview-Partner gibt, die gerne fachliche, sachliche und gute Auskünfte geben.
Es ist vielen Firmen, Behörden, Vereinen, Privatpersonen und Journalisten bekannt, dass nur ein kleiner Bruchteil von Aufnahmen veröffentlicht wird.
Dass ich in die Situation kommen würde, in Erste-Hilfe-Leistungen, speziell in eine Reanimation, verwickelt zu werden, konnte ich nicht im Voraus ahnen.
Aber auch audiovisuelle Einsatzdokumentationen sind denkbar und möglich. Daher wird es auch bei meiner journalistischen Arbeit hier wichtige Änderungen geben, immer unter den Grundsatz der Wahrung der Identität einzelner Menschen.
Nach den Ereignissen in Waldsee werde ich wohl den Vorgang von Notfällen aller Art, auch von Reanimationen dokumentieren, ohne dabei aber Gesichter betroffener Patienten oder von Angehörigen zu zeigen.
Bisher war ich der Meinung, solche Bilder sollten nicht gezeigt werden, bis ich mich in vielen Gesprächen jetzt davon überzeugen lassen konnte, dass auch solche Bilder als Teil der Realität, die ich in meinem Leben mehrfach selbst durchführen mußte, auf der Straße und im Krankenhaus, dokumentarisch gezeigt werden können.
Im Zweifelsfall stelle ich auch schon mal Dritten die Dokumentationen zur Verfügung, wenn es eine Hilfe sein kann. Ein Beispiel der Unkenntlichmachung einer Botschaft auf den Rücken des T-Shirts eines Helfers ist in diesem Beitrag zu finden. Die Redaktion von IFN d734 ist ausdrücklich gegen die Verbreitung solcher Botschaften, daher erfolgte die „Unkenntlichmachung“ der Kernaussage dieser politischen Botschaft an den Staat und dessen Vertreter.
Dies ändert nichts an meiner persönlichen Überzeugung, dass Hilfeleistung vorrangig vor einer Dokumentation geschehen muss. Da ich im Rettungsdienst die Erfahrung machen konnte, dass mittels Defibrillator eine genaueste Einsatz-Dokumentation von EKG und Sprachaufzeichnungen, etc. stattfinden kann, schliesse ich künftig nicht aus Hilfe zu leisten, wenn notwendig, und diese auch audiovisuell zu dokumentieren, etwa auch zur Auswertung für Einsatzkräfte der Rettungsdienste, Feuerwehr oder Polizei.
Meine Hoffnung ist, dass solche Aufnahmen und Situationen, wie bisher auch, in der Anzahl gering bleiben. Da ich viel unterwegs bin, meist beruflich, entsteht jedoch dadurch durchaus eine höhere Wahrscheinlichkeit in solche Situationen zu geraten.
Veröffentlichungen werden grundsätzlich im Einzelfall durch die Redaktion geprüft.
Audio-Dokumentationen von Notfällen aller Art und im Besonderen von Reanimationen sind beispielsweise mit einem der neueren Defibrillator-Modelle einfach möglich und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.
Diese stehen in den USA auf der Tagesordnung. Auch die deutsche Polizei überwacht jede größere Demonstration mittels Video und dokumentiert in Bild und Ton diese auch für eventuelle Strafverfolgungen und Einsatzauswertungen.
Da ich eben auch Rettungssanitäter, Gesundheits- & Krankenpfleger mit viel Berufs- und Einsatzerfahrung, Autofahrer und Mensch bin, war es für mich selbstverständlich, dass die Erste Hilfe-Leistung vorrang vor Fernsehfilmaufnahmen oder Fotos hat. Ich legte meine Kamera zur Seite, schaltete diese ab und hielt dem jungen Mann die Atemwege zunächst in der stabilen Seitenlage frei.
Als es zum „beobachteten Kreislaufstillstand“ und Atemstillstand, der von zwei Personen überprüft wurde kam, verbrachten das DRK-Team, weitere Ersthelfer und ich, den Mann in Rückenlage und begang, nach zwei präkordialen Faustschlägen die Beatmung gefolgt von Herzdruckmassagen durch Karin Zickgraf (DRK).
Nach 4 Zyklen setzte die Spontan-Atmung des Mannes wieder ein, so dass dieser vom DRK-Helfer-Team, weiteren Ersthelfern und von mir wieder in die stabile Seitenlage gebracht wurde.
Dem DRK-Team kann ich nur bescheinigen, dass es sehr gut und schnell reagierte mit allen erforderlichen Massnahmen, dazu zählen unter anderem auch das sofortige Absetzen des Notrufes mit Anforderung des Notarztes, welcher an erster Stelle erfolgte, Lagerung, stabile Seitenlage, Schocklagerung, Blutdruck- und Pulsmessungen, Zählung der Atemfrequenz, Beobachten des Hautzustandes (Cyanose, Kaltschweissigkeit, etc.), Prüfen der Reflexe, Prüfen der Reaktion auf Ansprache und gezielt gesetzten Schmerzreiz, Überwachen der Bewußtseinslage, Beruhigung, Zusprache des Patienten, Durchführung von Wärmeerhalt, Abschirmung des Patienten, Information von Rettungsdienst und Notarzt und vieles mehr.
Zu den erweiterten Massnahmen zählten auch die Betreuung des Freundes, der sichtlich schockiert und betroffen war. Dieser formulierte seine Angst um, so wörtlich „seinen besten Freund“ in der Frage: „ob sein Freund eventuelle bleibende Schäden haben wird?“ und begleitete ihn ins Krankenhaus.
In den USA sind Fernseh-Cameras auch bei kleineren Schadensereignissen üblich
Aus praktischer Erfahrung als Einsatz-Helfer beim Amerikanischen Roten Kreuz (ARC) in New York City (USA) kann ich davon berichten, dass auch bei vermeintlich kleineren Schadensereignissen, wie dem Zerbersten einer Hauptwasserleitung mit drohender Explosiongefahr durch defekte Gasleitungen, bei einem Einsatz, bei dem mehrere Straßen und ein ganzer Häuserblock weiträumig evakuiert und abgesperrt wurden, eine Schule als Notaufnahmelager eingerichtet wurde, das öffentliche Interesse und das Interesse der Medien in den USA sehr groß ist.
Fast zeitgleich mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Roten Kreuz trafen Berichterstatter von mindestens zehn Fernsehstationen mit Cameras ein. Der Einsatz wurde sogar von einer Hubschrauber-Camera eines Nachrichtensenders dokumentiert. Wenig später kam sogar die Salvation-Army mit einem Einsatzfahrzeug und gab Wasser und Nahrungsmittel aus. Für deutsche Verhältnisse ist dies sicher ungewöhnlich.
Anders als in Deutschland, arbeiten die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Rotem Kreuz, Major´s Office of Emergency, technische Dienste und Journalisten zusammen.
Journalisten kennen ihre Grenzen, weil es spezielle Schulungen für Journalisten für Einsätze aller Art in den USA gibt. Nicht selten nutzen die US-Behörden auch Journalisten, um wichtige Informationen und Warnungen, beispielsweise über einen bevorstehenden Tornado breit einer großen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In den USA ertönt neben einem roten Nachrichtenband ein Alarmton aus dem Fernsehgerät, wenn eine Gefahr droht, um auf Warnhinweis-Meldungen im meist roten Nachrichtenband zusätzlich aufmerksam zu machen.
In der umfassenden und genauen Berichterstattung werden die Journalisten jedoch qualifiziert und gut von allen Diensten betreut.
Als Einsatzkraft muß man sich darauf einstellen, dass man, wie in diesem Beispiel auch über nahezu 24 Stunden ständig von Cameras beobachtet wird. Ich war anläßlich dieses Einsatzes auf den Seiten der Einsatzkräfte 18 Stunden an einem Tag am Stück im Dienst und hatte keine Probleme damit über Stunden hinweg gefilmt zu werden.
Als Einsatzkraft unterliegt man auch in den USA der Schweigepflicht, speziell dann, wenn man Rettungssanitäter, Gesundheit- & Krankenpfleger oder in einem anderen Gesundheitsberuf tätig ist. Für behandelnde Ärzte trifft dies umso mehr zu.
Grundsätzlich wird es von am Einsatz beteiligten Kräfte, keine Adressen oder Namen geben. Wird Journalisten mehr bekannt bei Recherchen, halten sich Journalisten, die cooperativ, verantwortlich und gut arbeiten an Absprachen und Übereinkünfte oder auch an ihr gewährtes Zeugnisverweigerungsrecht, das es in Deutschland, wie auch in den USA gibt.
In Waldsee wurde ich ganz und gar nicht freiwillig, Beteiligter eines Einsatzes im doppelten Sinne, sowohl als Journalist, wie auch Rettungssanitäter, Gesundheits- & Krankenpfleger.
Unterlassene Hilfeleistung
Doch schon der Paragraph 323 c, Strafgesetzbuch, „unterlassene Hilfeleistung“ verpflichtet jeden nach seinen Möglichkeiten zu helfen. Verpflichtet ist jedermann, gleich ob Rettungsdienstpersonal, Arzt oder Dritter, bei Unglücksfällen, gemeiner Gefahr oder NOT Hilfe zu leisten, wenn dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten ist, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist. Der Grad der hinzunehmenden Eigengefährdung ist mit dem Anspruch auf Allgemeinverbindlichkeit im Voraus nicht abstrakt bestimmbar. Es kommt vielmehr auf die konkreten Umstände im Einzelfall an.
Als Gesundheits- & Krankenpfleger und Rettungssanitäter sind meine Möglichkeiten im Punkt der ersten Hilfe-Leistung und anderen Massnahmen sicher weit höher, als die eines Journalisten-Kollegen, der nicht über ein Staatsexamen als Gesundheits- & Krankenpfleger verfügt oder zudem auch noch Arzt ist. Es gibt nicht wenige Journalisten, die zudem auch Arzt sind.
Hilfe in Not versteht sich für mich auch aus meinem christlichen Verständnis im Sinne von Hilfeleistung im Rahmen von Nächstenliebe, aus meinem beruflichen Verständnis als Gesundheits- und Krankenpfleger (Pflegefachkraft) im Zweitberuf und Rettungssanitäter (nebenberuflich/ehrenamtlich) und aus meinem beruflichen Verständnis als Journalist.
Gibt es Journalisten die helfen – ist dies möglich ?
Journalisten wird üblicherweise Sensationsgier und die Jagd am blutigen Bild mit möglichst vielen Leichen, Toten, verstümmelten und schreienden Menschen nachgesagt. Dies ist in den meisten Fällen ein gänzlich falsches Vorurteil.
Es gibt nicht wenige Journalisten, die sich sehr für andere engagieren, etwa im Lions Club, etwa bei Round Table, als Berichterstatter über große Hilfsaktionen, wie „Aktion Deutschland hilft“ und vielen tausenden weiteren Gelegenheiten.
Ein bekanntes Beispiel aus der Praxis: Der amerikanische Journalist, Bob Pierce, gründete 1950, die inzwischen weltweit tätige christliche Organisation WorldVision,
http://www.worldvision.de .
Zwei Jahre zuvor hatte er selbst zwei koreanische Kriegswaisen in seine Obhut genommen. Es bedeutet nicht die Neuerfindung des Rades, wenn Journalisten in der Tat mit allen Mitteln helfen.
Wenn Leser diesen Beitrages, die Ärztezeitung oder die Zeitschrift des Bundesverbandes für den Rettungsdienst (BVRD) oder „Pflege aktuell“ des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBFK) oder weitere medizinische Publikationen lesen sollten, können diese selbst prüfen, dass durchaus auch Ärzte, Pflegefachkräfte, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und ähnliche Berufsgruppen zudem journalistisch tätig sein können oder auch als Autoren, Beiträge schreiben und diese veröffentlichen, ohne dabei ihre berufsgebundene Schweigepflicht zu verletzen. Auch dies ist nicht die Neuerfindung des Rades und auch kein Einzelfall in Deutschland, Europa oder den USA.
Bereits mehrfach Hilfe privat ausserhalb des geplanten Dienstes geleistet
Die Erfahrung, Hilfe auch auf der Straße zu leisten, obgleich ich nicht im Dienst als Rettungssanitäter und Gesundheits- & Krankenpfleger war, mußte ich bereits mehrfach machen So beispielsweise auch zuletzt am 28. April 2004 in Mannheim vor der alten Feuerwache.
Ich befand ich mich auf dem Weg zu meinem damaligen Arbeitsplatz, als ich zu einer Unfallstelle kam, bei der ein Radfahrer von einem PKW erfasst wurde. Bei dem Mann kam es sehr schnell zu einem beobachteten Herz-Kreislauf-Stillstand, vermutlich infolge eines sehr hohen Blutverlustes. Der sofort hinzu geholte Notarzt, dem ich bei der Intubation assistierte, konnte dem Mann nicht mehr helfen.
Da weitere Ersthelfer und ich bereits vor dem Eintreffen des Notarztes mit der Reanimation begonnen haben, führte ich zeitweise die Beatmung des Mannes, nach der Intubation durch den Notarzt, unter den Augen von zahlreichen Polizeibeamten und dutzender Zeugen mit dem Einverständnis des Notarztes fort.
Dem Radfahrer konnte kein Arzt mehr helfen. Er verblutete durch seine schwere Kopfverletztungen (Schädelbasisbruch, offene Fraktur, mit Stufenbildung) vor der alten Feuerwache in Mannheim.
Der Mann trug keinen Helm, flog offensichtlich zunächst auf die Windschutzscheibe des Unfall-Fahrzeuges und prallte zudem mit dem Kopf auf die Bordsteinkante. Dabei erlitt er offensichtlich zu schwere Verletzungen, so dass ihm kein Arzt mehr helfen konnte.
Von einem der Polizeibeamten vor Ort, der Zeuge der gesamten Vorgänge wurde, musste ich mir anschliessend noch eine kleine Bescheinigung für meinen damaligen Arbeitgeber geben lassen, weil ich über eine Stunde zu spät zum eigentlichen Dienst, damals für eine Marketing-Agentur, erschien.
Ethisch-moralischer Grundsatz und Frage der Einstellung
„Die drei Minuten zwischen Herzstillstand und nachfolgenden Hirnschäden, sind die drei Minuten, die reichen um einen Menschen zu retten, wenn man die Sofortbehandlung so beherrscht, dass man sie ohne Zögern anwenden kann.“
M. Körner, 1967
Zitat aus Rettungsdienst, Verlag Urban & Fischer, Vorwort zur 2. Auflage, Copyright 2001 Urban & Fischer Verlag, München/Jena.
Das Ereignis auf einem journalistischen Termin zwecks Berichterstattung zur Halloween-Party des MGV Concordia in Waldsee regt mich dazu an, demnächst erworbene und vorhandene Kenntnisse als Rettungssanitäter und Gesundheits- & Krankenpfleger in einer Neu-Zertifizierung von einigen Kursen aufzufrischen, zu festigen und zu vertiefen, auch dann wenn ich, wie schon lange geplant, Deutschland bald verlassen werde – sobald es eben finanziell möglich ist.
Aus vielen Erfahrungen kann ich nur jedem Menschen empfehlen, einen der vielfach angebotenen Kurse „Lebensrettende Sofortmassnahmen“, „Herz-Lungen-Wiederbelebung“ , „Erste Hilfe“ und vergleichbare Kurse bei einer der bekannten Rettungsdienst- und Hilfsorganisationen zu besuchen und daran teilzunehmen.
Auch wenn ich gerne unter dem Motto und Wunsch des Amerikanischen Roten Kreuzes (ARC) in jeder Sparte arbeite „A quiet day, is a good day.“, wörtlich übersetzt „ein ruhiger Tag ist ein guter Tag“, mußte ich die Erfahrung machen, dass Notfälle, auch im häuslichen Bereich nicht selten eintreten, wenn jede Arztpraxis, Apotheke geschlossen haben, nicht selten an Feiertagen, meist zu unangenehmen Zeiten, mitten in der Nacht oder sehr früh am Morgen, kurz vor Dienstschluss, wenn Intensivstationen bereits abgemeldet sind, alle Notärzte sich im Einsatz befinden, der RTW bei einem Einsatz selbst verunglückt ist oder Motorschaden erleidet und zu Zeitpunkten, an Orten und Anlässen, wo keiner darauf vorbereitet war.
Aus diesen Erfahrungen gelange ich zur Überzeugung, dass es gut ist an jedem Ort und immer, wenigstens etwas auf irgendein Ereignis vorbereitet zu sein, soweit dies einem Menschen beruflich und privat möglich ist.
Wenn es ehrenamtlichen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)und mehreren Ersthelfern, wie in Waldsee geschehen, erfolgreich gelingt, erste Hilfe und eine Wiederbelebung zu leisten, dann ist dies nicht nur meiner Überzeugung entsprechend, von öffentlichem Interesse und im Interesse der Medien.
Personenbezogene Daten hingegen können nur für die Beteiligten wichtig sein, nicht jedoch für Leser, Fernsehzuschauer oder Radiohörer oder Redaktionen lokaler Zeitungen.
Weshalb berichtet IFN International Family Network d734 , christian charity ministry über eine Halloween-Party…?
Der Grund ist denkbar einfach: Dabei handelt es sich um eine Auftragsarbeit zweier Redaktionen zum einen.
Zum anderen geht es in der Berichterstattung auch darum Fragen zu klären und zu beantworten zum Ursprung von „Halloween“.
Weshalb erfreut sich „Halloween“ so großer Beliebtheit ?
Woher kommt „Halloween“ ?
Was hat „Halloween“ zu bedeuten ?
Ist „Halloween“ harmlos ?
Für einen 19Jährigen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis war die „Halloween“-Feier in Waldsee alles andere als harmlos…
Warum feiern junge, wie alte Leute in der Pfalz und nicht nur dort „Halloween“?
Warum warnen Kirchen und christliche Dienste vor „Halloween“ ?
Warum bringen immer mehr junge Menschen sich und andere Menschen etwa beim Autofahren durch übermässigen Konsum von Alkohol und Drogen in Lebensgefahr ?
Die Zahl der 12 bis 18jährigen Jugendlichen, vom Alkohol abhängigen Menschen steigt erschreckend schnell – warum ?
Welche Belastungen entstehen dadurch für ein Gesundheitssystem, das nach Wegen aus der finanziellen Krise sucht ?
Sind inzwischen viele Menschen auf der Suche, nach was ?
Ist „Party“ machen oder feiern auch mit weniger Konsum von Alkohol oder Drogen möglich und kann dennoch Freude bereiten ?
Warum steigen Hass und Gewalt in der deutschen Gesellschaft ?
Es vergeht nahezu kein Wochenende mehr, an dem es nicht irgendwo zu einer Schlägerei und Auseinandersetzungen mit der Polizei kommt.
In der Welt ist immer beides zu finden: Das Böse, das in uns allen steckt und das Gute, möglicherweise, wonach wir als Menschen suchen.
Es wäre meiner Überzeugung nach falsch, die Augen zu verschliessen und so zu tun, nach dem Motto „In-Deutschland-ist-alles-gut.de“ . In jeder Gesellschaft gibt es Probleme, auch in Deutschland.
IFN International Family Network d734 dokumentiert in zeitnahen Fernseh- Radio- und Film-Dokumentationen und in zahlreichen Veröffentlichungen im Internet und in Print-Ausgaben, soweit möglich, wertefrei und jeder kann selbst beurteilen und zu einer eigenen Meinung gelangen.
Wie können Eltern wirkungsvoll ihre Kinder vor drohenden Gefahren schützen ?
Wie denken bibeltreue Christen über solche und ähnliche Veranstaltungen ?
Letztlich versteht sich dieser Dienst im Rahmen der Berichterstattung auch als Warnung vor drohenden Gefahren für Kinder und Jugendliche und deren Eltern.
Bin ich gegen „Party“ machen oder feiern ? Nein, ich feiere selbst gerne. Ich bin jedoch der persönlichen Überzeugung, dass man sich nicht bei jeder Feier oder Party gleich zu Tode trinken, schon gar nicht totschlagen oder mit dem übermässigen Konsum von Drogen in Lebensgefahr bringen muss.
Daher versuche ich in künftigen Veröffentlichungen auch Dokumentationen zu zeigen, in denen richtig gut gefeiert und „Party“ gemacht wird, die mit weniger Alkohol und Drogen richtig gut sind und viel Freude bereiten können.
::Hintergrund::
Andreas Klamm ist seit 1984 Journalist und seit 1993 staatlich examinierter Gesundheits- & Krankenpfleger, zudem Rettungssanitäter. Er verfügt über mehrjährige Berufserfahrung auf Intensiv-Stationen, Anästhesie und im Rettungsdienst.
Erst-Veröffentlichung, Teil 1, Speyerer Morgenpost, 3. November 2005
Erst-Veröffentlichung, Teil 1 und Teil 2, British Newsflash Magazine 2007

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.