Integrationsdebatte: Jeder kehrt vor der Tür des Anderen

Integrationsdebatte: Jeder kehrt vor der Tuer des Anderen
Berlin/Ankara. (red). 12. Februar 2008. „Der Denkfehler Erdogans ist, dass er die Tuerkei-staemmigen Migrantinnen und Migranten fuer Lobbyisten fuer die tuerkische Aussenpolitik haelt“, erklaerte Sevim Dagdelen zu den Aeusserungen des tuerkischen Ministerpraesidenten. Diese Annahme beruhe darauf, dass diese immer wieder von tuerkischen Regierungen als diplomatische Verhandlungsmasse immer benutzt worden seien, so die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Tuerkischen Parlamentariergruppe:
„Die Migrantinnen und Migranten sind zu einem festen Bestandteil der hiesigen Gesellschaft geworden.
Diese Tatsache muss Erdogan genauso akzeptieren wie die Vertreter der Bundesregierung. Aus der Tuerkei stammende Migrantinnen und Migranten sowie deren hier geborene und aufgewachsene Kinder in zweiter und dritter Generation sind in erster Linie Erwerbstaetige, Erwerbslose, Rentner, Alleinerziehende, Schueler oder Studenten – mit all den Problemen, die auf ihren sozialen Status zurueckzufuehren sind. Diese Probleme werden nicht durch tuerkische Schulen in der Bundesrepublik geloest, auch nicht von der tuerkischen Regierung. Der Versuch Erdogans, diese Probleme auszublenden und aus den Reihen der Migrantinnen und Migranten Lobbyisten fuer die Politik der Tuerkei zu rekrutieren, ist zum Scheitern verurteilt. Das Rad der Geschichte kann eben nicht aufgehalten oder gar zurueckgedreht werden.
Vertreter der Bundesregierung waeren andererseits gut beraten, bei ihren Ratschlaegen und Schuldzuweisungen an die Adresse der tuerkischen Regierung mit kleinerer Flamme zu kochen. Sie tragen die Verantwortung dafuer, dass die Migrantinnen und Migranten von sozialen Problemen staerker betroffen sind, diskriminiert und ausgegrenzt werden. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn ein Teil der so genannten tuerkischen Community eher dem tuerkischen Ministerpraesidenten zujubelt als Merkel oder Boehmer. Wer sich daran stoert, muss endlich den Weg fuer Gleichberechtigung und Partizipation ebnen. Ansonsten bleibt die Selbstkritik bezueglich der Versaeumnisse der bundesdeutschen Integrationspolitik ein Lippenbekenntnis ohne konkrete Folgen.“
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Gerhard Harwardt hat beim ASV die Fäden in der Hand

Gerhard Harwardt hat beim ASV die Fäden in der Hand
Von Andreas Klamm
Böhl-Iggelheim.- Gerhard Harwardt, 62, bleibt Vorsitzender des Angelsportvereins Kellmetschweiher. Auf der Jahreshauptversammlung im VfB-Clubheim wählten ihn 58 von 267 Mitgliedern wieder. Eines stimmte dagegen. Die Suche nach einem Wahlvorstand hatte sich schwierig gestaltet – bis der Ehrenvorsitzende des Vereins Heinz Hoock erschien und sich spontan als Wahlleiter zur Verfügung stellte.
Der bisherige Kassierer Klaus Flörchinger war kurzfristig verhindert und konnte, da abwesend, nicht mehr gewählt werden. Zweiter Vorsitzender Peter Stuck und Schriftführer Bernhard Dürk wollten aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr kandidieren.
Frank Wessa trug stellvertretend für Flörchinger den Kassenbericht vor: Es wurde ein Plus erwirtschaftet. Allerdings, so hielt der Kassierer fest, stehe das zweitschlechteste Ergebnis seiner zwölf-jährigen Amtszeit unterm Strich.
Hitzig verlief die Debatte über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Ein Mitglied meinte, es sei nicht „statthaft“ darüber abzustimmen, weil dieser Punkt nicht auf der Tagesordnung stehe. „Der Antrag ist erst am 3. Januar bei uns eingegangen“, erläuterte der Vorsitzende. Schließlich votierte die Mehrheit doch für ein Anheben der Beiträge, drei Angelsportler waren dagegen, viele enthielten sich. Die Aufnahmegebühr beträgt künftig rund 150 Euro (300 Mark), die Angelerlaubnis für Erwachsene 25 Euro und für Jugendliche 15 Euro.
Eine positive Entwicklung sah Harwardt im Rückblick: Frühjahrsfischen, Männerfischen, das Fischerfest, Spätjahrfischen und insbesondere der Fischerkönigsball hätten allen viel Freude bereitet. Nicht zufrieden war er dagegen mit der Resonanz der Weihnachtsfeier.
Fünf traten aus, vier wurden ausgeschlossen: 267 Mitglieder zählt der Verein. 161 sind Böhl-Iggelheimer, 106 kommen von auswärts. Von den 34 Jugendlichen sind 17 aktive Angelsportler. 102 Erlaubnisscheine zum Angeln in den Gewässern wurden ausgegeben. Alle Weiher haben einen guten Fischbesatz.
Fast monatlich gebe es eine Veranstaltung des Angelsportvereins, so Harwardt im Tapo-Gespräch. Highlights seien das dreitägige Fischerfest, der Lätaremarkt und der Fischerkrönungsball. Der Angelsportverein leiste wichtige Arbeit für den Naturschutz. In diesem Jahr soll der Schwarzweiher entschlackt und entkrautet werden. Pappeln sollen gepflanzt werden. Die Löcher am Kellmetschweiher sollen aufgefüllt werden. Allerdings müsse die Kostenfrage noch geklärt werden.
Der Lätare-Umzugswagen der Angler wird dieses Jahr nach der Hauffschen Legende vom Gespensterschiff gestaltet. Harwardt hat noch freie Plätze für eine Busfahrt zur Aquafisch, einer der größten Angler- und Jägermessen in Friedrichshafen. Fahrpreis 30 Mark. Auch Gäste können gerne mit an den Bodensee fahren. Abfahrt ist am Samstag, 3. März, 7 Uhr.
INFO: Der neue Vorstand: Gerhard Harwardt, 1. Vorsitzender, Johannes Barra, 2. Vorsitzender, Silvia Kirschniok, Schriftführerin, Thomas Danter, Schatzmeister/Kassierer, Karlheinz Riedl, Gewässerwart, Karlheinz Merkel, Fischwart, Lothar Scheurer, Jugendwart, Rheinhold Kirschniok, Sport- & Gerätewart, Frank Wessa, 1. Beisitzer, Michael Dietz, 2. Beisitzer, Kassenprüfer: Uwe Lützel, Heinz Hoock.
Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 29. Januar 2001
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007