Farbenprächtig, humorvoll und spritzig: Karnevalistischer Höhenflug

Farbenprächtig, humorvoll und spritzig:
Karnevalistischer Höhenflug

VON ANDREAS KLAMM
Mannheim. Man (frau) mußte sie einfach erlebt haben: Die fünfte närrische Sitzung der Grokageli im John Deere-Casino. Der Saal war voll ausverkauft, die Stimmung riesig.
Das lag nicht nur am Programm unter Sitzungsleitung von Michael Plep, sondern am Publikum, das ideenreich maskiert und mit viel Sinn für Humor, zur Sitzung gekommen war. Unter den närrischen Gästen feierten zahlreiche Ehrengäste.
Zum Auftakt der Bütten-Reden protokollierte Rainer Probst seiten- und zeitenkritisch. Das „Chaoten-Duo“ Gerd Wetz und Lothar Stripf strapazierte unerbi(ü)ttlich die Lachmuskeln des Publikums.
Stadtrat Rolf Dieter „wetterte“ über politisches Narrentum. Hans Schmitt „Frauenliebhaber“ brachte eine Lobhymmne auf die Männer dar. Günter Thomas „watschelte“ als Babette von der Fischbach in den Saal und sie -pardon: er berichtete hautnah vom „Intimleben“ örtlicher Persönlichkeiten, Frau, Nachbarin inbegriffen. Nach dem Family-Klatsch überfiel „Babette“, Sitzungsleiter Michael Plep mit einem Filsbach-Tango und Lambada. Der Saal tobte.
Jüngster in der Bütt´ war Björn Schmelzinger. Die Spezies Herbert Janisch, Karl Lorenz, Wenzel Stollmeyer und Hans Threm brachten alle zum Schunkeln und Horst Karcher sang Stimmungslieder. Fast keiner blieb mehr still sitzen, als das Can-Can Männer-Ballett ins Moulin Rouge entführte. Eine Augenweide boten die Mini- und Juniorengarde, Tanzmariechen Melanie Fecker begeisterte das Publikum und Helga Schiffer schunkelte alle mit ihrem Wassertum-Lied ein.
Die Schwansee-Kür von Gisela Kilokowsky und Falko Federkowsky ließ die Halle beben. Beide mußten eine Zugabennummer tanzen. Flotte Märsche spielte die Kurpfälzer Schloß-Garde.
Das Stadt-Prinzenpaar hat die Feierenden mit ihrem Besuch überrascht und erfreut. Bis drei Uhr morgens spielten die „Hot Gamblers“, Musik zum Tanzen. Die Fastnachter der Grokageli können zufrieden sein.
BILD-Unterschrift # 1: Können mit sich zufrieden sein: Die Grokageli in Mannheim. Foto: Thomas
BILD-Unterschrift # 2: Viel gute Stimmung im John Deere-Casino. Das ideenreich maskierte Publikum feierte ausgelassen. Foto: Thomas
Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim. 1990
Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, Karneval-Regional
Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007

"Zabbe" regieren: "Narren" stürmen Seckenheimer Schloß

„Zabbe“ regieren:
„Narren“ stürmen Seckenheimer Schloß

VON ANDREAS KLAMM
Mannheim/Seckenheim. Mit Pauken und Trompeten marschierten die Karnevalisten vom KG Grün-Weiss Mannheim-Schönau in das Seckenheimer Schloß ein – die ganz Kleinen in der ersten Reihe.
Gemeindesekretär Roland Esche begrüßte die zahlreichen Ehrengäste und Vertreter aus Gemeinde und Stadt. Unter ihnen war auch die Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Roswitha Wisniewski.
In seiner Rede zum Neujahrsempfang ging Roland Esche auf die Veränderungen im anderen Teil Deutschlands ein. Er appelierte an seine Zuhörer, über Partei-, Konfessions- und Vereinsgrenzen hinweg für ein „Seckenheim miteinander“ aktiv zu sein.
Werner Seitz hat für dieses Jahr als einziger Stadtrat Seckenheims – früher waren es vier – kein leichtes Amt übernommen.
„Zabbe“-Vorsitzender, Heinrich Kraus, blickte in seiner Rede in die Zukunft. 125 Jahre Sängerbund und das Straßenfest sind Meilensteine für das Jahr 2000. Dann gab´s ein dreimal kräftiges „Zabbe, Ahoi“ und Seckenheim´s Glanz-Sternchen, die hübsche Simone Bechtel trat als Prinzessin Simone, die II. vom edlen Tropfen in Aktion. Mit wenig Lampenfieber verlas sie die Proklamation für das Jahr 1990 der Seckenheimer „Narren“.
Deren Inhalte reichten von der Umbenennung Seckenheims in Zappenhausen, über die Ernennung von Roland Esche zum Oberbürgermeister, bis zur Förderung einer Fitness-Dauerkarte für „Einzelkämpfer“ Stadtrat Werner Seitz.
Simone, die II. vom edlen Tropfen, erhielt vom BDS-Vorsitzenden, Walter Eberwein ihre Prinzessinnen-Kette.
Roland Esche rückte wenig später „Zabbe-Orden-gebrüstet“ ohne Wehmut, ja sogar leichten Herzens, den goldenen Rathaus-Schlüssel heraus.
Er sagt dazu: „Nicht alles, was glänzt ist Gold.“ Ein Überläufer…? Seckenheimer Bäcker lieferten eine überdimensionale Neujahrs-Brezel gleich dazu, und so wurde dies ein Riesen-Start in das neue Jahr.
Schlüsselübergabe im Seckenheimer Schloß: (v. l. n. r.) Prinzessin Simone, die II. vom edlen Tropfen, Heinrich Kraus, Gemeindesekretär Roland Esche. Foto: Thomas
Erst-Veröffentlichung: Wochenblatt Mannheim, 1990
Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News, Karneval-Regional, Dokumentation, 2005
Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007