Brand-Katastrophe Ludwigshafen – Vater des Mädchen: "Zeuginnen haben ihre Aussage nicht widerrufen"

TOP-STORY – Brand-Katastrophe Ludwigshafen
Vater des Mädchen: „Zeuginnen haben ihre Aussage nicht widerrufen“
Magazin Stern veröffentlicht Beschreibung eines möglichen Täters

Von Andreas Klamm
Ludwigshafen/Gaziantep/Ankara/New York/London. Nach dem der Südwestrundfunk (SWR), die Bild-Zeitung und weitere Medien über den Widerruf der Zeugenaussagen der zwei jungen Mädchen türkischer Herkunft Bedriye (8) und Aylin (9) berichtet haben (wir berichteten), ist jetzt der Vater eines der beiden Mädchen empört und erklärte in einem Interview mit der Zeitschrift Stern und gegenüber dem Radio-Sender „Radio Regenbogen“ in Mannheim, dass seine Tochter die Zeugenaussage zu keinem Zeitpunkt zurückgezogen habe.
Vielmehr veröffentlichte am 23. Februar nunmehr die Zeitschrift Stern eine recht detaillierte Beschreibung eines möglichen Brandstifters der Brandkatastrophe in Ludwigshafen am Rhein.
Laut den Zeugenaussagen beider Mädchen gegenüber der Zeitschrift Stern, habe dieser Mann schwarze Stiefel, eine schwarze Hose, einen braunen Pullover und darüber eine schwarze Weste getragen. Die Haarfarbe des unbekannten Mannes sei schwarz, mit grauen Verfärbungen an den Schläfen. Am Kinn wollen beide Mädchen auffällig rote Punkte erkannt haben.
Ein Phantombild seitens der Polizei gibt es rund drei Wochen nach der Brandkatastrophe nicht. Bei dem Großbrand starben fünf Kinder, drei Frauen und eine Frau mit ihrem noch ungeborenen Kind. Mehr als 60 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, darunter auch 16 Polizei-Beamte und ein Feuerwehrmann, der eine Rauchgas-Vergiftung erlitten hat.
Die mehrfachen Aussagen der beiden Mädchen waren Anlass für die türkischen, deutschen, amerikanischen und internationalen Medien, einen fremdenfeindlichen Anschlag hinter der Brandkatastrophe in Ludwigshafen zu vermuten. Der Fernseh-Sender RTL war einer der ersten deutschen Fernsehsender, die die Aussagen der Mädchen in Deutschland veröffentlichte.
Die beiden Zeuginnen wollen den Unbekannten beim Hantieren mit einen Holzstöckchen und Papier beobachtet haben, der diesen dann brennend in den Kinderwagen geworfen habe. Das berichteten zahlreiche türkische Zeitungen, doch auch amerikanische und britische Medien, Zeitungen, Fernseh-Stationen und Nachrichtenagenturen weltweit.
Gegenüber dem Stern sagte der Vater der beiden Mädchen zum angeblichen Widerruf der Aussagen: „Das ist eine Lüge! Meine Tochter hat in den Vernehmungen ihre Aussage nicht widerrufen.“
Bereits im Jahr 2006 gab es im August einen Brandanschlag auf das Haus, welches von türkischen Immigranten bewohnt war, mit Molotow-Cocktails aus einem fahrenden Auto. „Die Täter konnten nicht ermittelt werden.“, informierte bei einer Pressekonferenz der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig.
Von der 80köpfigen Sonderkommission „Danziger Platz“, die zu den Geschehen der Brandkatastrophe in Ludwigshafen ermittelt liegen bislang keine Angaben zur möglichen Ursache des Großbrandes mit neun toten Menschen vor. In die Ermittlungen haben sich auch Beamte des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden, des Landeskriminalamtes in Mainz und der Bundesgeneralanwaltschaft in Karlsruhe eingeschaltet sowie vier türkische Sonderermittler eingeschaltet. Diese sollen unbestätigte Informationen zufolge in dieser Woche mit einem geheimen Bericht in die Türkei zurückfliegen.
Sechs Menschen, die bei der Brandkatastrophe vom 3. Februar in Ludwigshafen verletzt wurden befinden sich möglicherweise noch im Krankenhaus. Insgesamt mussten die Ermittler 187 Spuren und Hinweisen nachgehen. Für Mitte dieser Woche wird die Vorlage eines Gutachtens von Brandsachverständigen erwartet. Die Informations- und Nachrichtenlage im Allgemeinen ist nach wie vor unübersichtlich. Selbst Polizei-Beamte seien sich angesichts unterschiedlichster Informationen nicht mehr sicher über die Informationslage.

Hintergrund und Quellen:

http://www.stern.de/politik/panorama/:Brand-Ludwigshafen-Vater-Widerruf-Zeugin/612079.html
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E06AF4EBF8194430B970FE4CDA5C6F147~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell

Brandkatastrophe in Ludwigshafen: Stimmung nicht weiter durch Spekulationen anheizen

Brandkatastrophe in Ludwigshafen: Stimmung nicht weiter durch Spekulationen anheizen
Berlin/Ludwigshafen/Ankara. (red). 7. Februar 2008. „Spekulationen über die Ursachen der Brandtragödie in Ludwigshafen schaden dem friedlichen Zusammenleben in der Bundesrepublik“, erklärte die migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe, Sevim Dagdelen. Medien und Politik in beiden Ländern seien aufgefordert, die Stimmung nicht weiter anzuheizen:

„Rassistische Übergriffe gehören in der Bundesrepublik leider zum Alltag. Noch vor Beginn der Ermittlungen gemachte Erklärungen von Politikern wie dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck, es gebe keinen fremdenfeindlichen Hintergrund, haben genauso zum Misstrauen und zur Verunsicherung beigetragen wie Spekulationen um eine Brandstiftung.
Wenn in Pressemeldungen von „Spannungen in deutsch-türkischen Beziehungen“ die Rede ist, sind alle gut beraten, von weiteren gegenseitigen Schuldzuweisungen Abstand zu nehmen. Ruhe und Besonnenheit zu bewahren ist das Gebot der Stunde.
Vertreter der Bundesregierung darf es jedoch nicht verwundern, wenn Erinnerungen an Moelln und Solingen wach werden. Ihr Versuch, diese Erinnerung im Zusammenhang mit Ludwigshafen zu verbieten, ist angesichts der täglich stattfindenden rassistischen Übergriffe in der Bundesrepublik vergebliche Mühe. Sie muss sich nämlich fragen lassen, was sie gegen den Rassismus und Neofaschismus wirksames tut.“
3mnewswire.org

Brandkatastrophe Ludwigshafen – Christian Baldauf: Trauer darf nicht in Wut umschlagen

Brandkatastrophe Ludwigshafen:
Christian Baldauf: Trauer darf nicht in Wut umschlagen
Ludwigshafen/Ankara. (red). 7. Februar 2008. Nach der Brandkatastrophe in Ludwigshafen hat der rheinland-pfälzische CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf eine voreingenommene Berichterstattung einiger türkischer Medien kritisiert. Gleichzeitig unterstützte Baldauf die von Ministerpräsident Kurt Beck vorgebrachte Kritik, dass hier „in völlig unzutreffender Weise“ die Helfer „desavouiert“ würden.

„Vor dem Abschluss der Ermittlungen – an denen ja auch türkische Experten beteiligt sind – sollten wir voreilige Schlüsse in die eine oder andere Richtung vermeiden.
Bislang gibt es keine tragfähigen Hinweise für eine Brandstiftung oder gar einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Wir alle sind bestürzt darüber, dass die Brandkatastrophe Menschenleben gekostet hat. Wir müssen aber aufpassen, dass diese Trauer nicht in Wut umschlägt und sich plötzlich gegen die Falschen richtet. Ich habe deshalb kein Verständnis dafür, dass nun Feuerwehrleute unter Polizeischutz gestellt werden mussten, denn es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sie nicht rechtzeitig zur Stelle gewesen sind.“
3mnewswire.org

Brandkatastrophe von Ludwigshafen: Spur nach einem verdächtigen Mann nicht bestätigt

Brandkatastrophe von Ludwigshafen:
Spur nach einem verdächtigen Mann nicht bestätigt

Von Andreas Klamm
Ludwigshafen. 13. Februar 2008. Der Hinweis auf einen Mann im Zusammenhang mit der Ursache des Wohnhausbrandes vom Ludwigshafen am 3. Februar (wir berichteten) wurde von der Staatsanwaltschaft Frankenthal nicht bestätigt.
Türkischen und deutschen Medienberichten zufolge soll sich ein Mann gemeldet haben, der am Tag des Brandes einen Mann gesehen habe wolle, der aus dem Haus geschlichen sei und zu einer nahen Tankstelle gelaufen sein soll. Der leitende Oberstaatsanwalt sagte dazu gegenüber der Nachrichtenagentur ddp (http://www.ddp.de ), dass diese Aussage bereits sei längerem bekannt sei und sich bei einer Überprüfung nicht bestätigt habe. Bei der am Mittwoch bekanntgewordenen Zeugenaussage handelte es nach Angaben von Lothar Liebig „um keinen neuen Umstand“. . Die Spur sei damit aber «nicht erledigt, sondern bleibt im Erkenntnis-Pool», sagte der Oberstaatsanwalt.

Die Brandursache ist Liebig zufolge weiterhin offen. In Frage komme nach wie vor sowohl vorsätzlcihe wie fahrlässige Brandstiftung als auch ein technischer Defekt als Ursache.
In einer Titelgeschichte veröffentlichte die türkische Tageszeitung Hurriyet (http://www.hurriyet.de) von einem Mann der beim Verlassen des Hauses gesehen wurde und zur nächtsliegenden Tankstelle gelaufen sein soll. Bei der Zeichnung die auf der Titelseite der Tageszeitung gedruckt wurde, handelt es sich nicht um eine Phantom-Zeichnung.
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen diesen Hinweisen nach und bitten die Bevölkerung um Video-Aufnahmen in der Zeit von 14.00 bis 16.20 Uhr, welche am Tag der Katastrophe, am 3. Februar, aufgenommen wurden. Die Video-Aufnahmen können zur Sichtung bei der Pressestelle der Polizei Ludwigshafen in der Wittelsbachstraße in Ludwigshafen am Rhein abgegeben werden.
Bei der schlimmsten Brandkatastrophe in der Geschichte der Stadt Ludwigshafen am Rhein nach dem 2. Welt-Krieg starben am 3. Februar, 9 Frauen und Kinder türkischer Herkunft, darunter auch eine schwangere Frau mit ihrem noch ungeborenen Kind.
Nur Dank der mutigen Entscheidung von Kamil Kaplan (32), der bei der Katastrophe seine Familie verloren hat und einem Polizei-Beamten türkischer Herkunft konnte Baby Onur (9 Monate) vor dem Flammen-Tod gerettet werden. Das Bild auf dem der Onkel seinen Neffen, einem Polizei-Beamten der deutschen Polizei zur Rettung entgegenwirft ging um die ganze Welt. Der Polizeibeamte und Lebensretter der Ludwigshafener Polizei, Hakki Paker, steht Berichten türkischer Zeitungen und Informationen der New York Post zufolge, unter Schock. Er musste das Baby, welches aus dem 4. Stock geworfen wurde, um das Kind vor den Flammen zu retten, am Boden sicher auffangen.
Ein kurzer Einsatzbericht zur Brandkatastrophe in Ludwigshafen mit dem Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen, Günther Bock ist bei IBS Television Leeds in einer Sonder-Dokumentation erschienen.
Der Fernseh-Beitrag kann bei
http://www.livevideo.com/video/tvjournal…?m_tkc=10767358
und
http://www.britishnewsflash.de
auch im Internet gesehen werden.
Für die Angehörigen der Opfer der Brandkatatstrophe in Ludwigshafen am Rhein wurde von der Stadt Ludwigshafen ein Spendenkonto eingerichtet: Sparkasse Vorderpfalz, Konto No. 1911 38 544, Bankleitzahl 545 500 10, Kennwort „Stadt Ludwighafen Brandopfer“.
Etwa 112.000 Euro sollen unbestätigten Informationen zufolge bereits auf dem Sonder-Spendenkonto eingegangen sein. Mehr als 150 Familien aus Ludwigshafen am Rhein und in der Region boten auch ihre praktische Hilfen für die Angehörigen der Opfer an.
Am Freitag, 15. Februar 2008, findet für die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten und privaten Personen, die als Ersthelfer viele Menschenleben retteten, in der Zeit von 19 bis 19.30 Uhr eine Lichterkette vor dem Rathaus in Ludwigshafen am Rhein (Rathaus-Center) statt. Teilnehmer werden gebeten, eine Kerze zum Ausdruck der Danksagung mitzubringen.
Die Trauer, Bestürzung, Anteilnahme und auch die Hilfsbereitschaft in der Stadt Ludwigshafen und im Rhein-Pfalz-Kreis sind groß. Die aufgebrachte Stimmung zwischen türkischen Staatsbürgern und deutschen Staatsbürgern hat sich gelegt. Aus der Türkei erhielt jetzt die Stadt Ludwigshafen am Rhein ein Angebot für eine türkisch-deutsche Städtepartnerschaft. Viele deutsche und türkische Bürger begrüßen die Initiative.
3mnewswire.org

"Im Rollstuhl können wir nicht bedienen" – Karneval: Viel Freude und viel Arbeit

MKV Eröffnungsball in Mechtersheim
Hinter den Kulissen: 36 Stunden im Dauereinsatz, damit andere gut feiern können:
„Im Rollstuhl können wir nicht bedienen“
Karneval: Viel Freude und viel Arbeit

VON ANDREAS KLAMM
Mechtersheim. Mehrere hundert Besucher bewiesen beim Eröffnungsball des Mechtersheimer Karnevalvereins (MKV) ihren guten Stil und Geschmack für Musik und schwangen bis früh in die Morgenstunden zu einem breiten, musikalischen Repertoire der , Speyerer Band „Soul Dance´n More“ das Tanzbein. Die Musik bewegte ohne Zweifel nicht nur Herz und Seele des anspruchsvollen Publikums im niveauvoll geschmückten Saal des Drei-Sterne-Hotels „Pfälzer Hof“ in Mechtersheim bei Speyer. Im Ambiente des „wildens Westens“, schöner Indianer- Frauen und „harten Jungs“ mit Colts, stellte der Sitzungspräsident Markus Weis, er führte als Moderator durch den Abend, das Motto der Kampagne 2005/2006 vor: „Rauchende Colts und dreifach Hellau. Wilder Westen beim MKV…“. Weis ist bereits seit sechs Jahren Sitzungspräsident.
Während die einen Menschen richtig gut ausgelassen feiern, sind Dutzende andere Menschen mit viel Arbeit hinter den Kulissen damit beschäftigt, zum Gelingen der Karnevalssaison beizutragen. „Im MKV gibt es 90 aktive Karnevalisten, alle aus dem Ort und der Region“, informierte Markus Weis, „die in monatelangen Vorbereitungen viel Kraft und Fleiß reinstecken, damit die Saison gut wird.“
Zum guten Gelingen tragen nicht nur die aktiven Karnevalisten des rund 400 Mitglieder zählenden MKV bei, sondern auch nahezu ein Dutzend Kellner und Kellnerinnen. Das Publikum, ist während des mehrstündigen Eröffnungsballes nicht nur tanzfreudig, sondern auch sehr durstig und hungrig.
Auch das bereitet Freude bei Berufs-Kellnerin Jutta Reh. Sie arbeitet seit 1979 im Beruf: „Ich bediene gerne, weil Kellnern für mich nicht nur Beruf , sondern auch Berufung ist.“ Dabei haben sie und das Gastro-Team alle Hände voll zu tun: „Ist das Pils schon fertig? Cappuccino geht gleich raus, den gemischten Salatteller an Tisch 2“, koordiniert sie während eines Interviews die Einsätze ohne Hast und Eile. „Gerade bei schwierigen Gästen ist Diplomatie ganz wichtig. Man muss die Ruhe bewahren, höflich und freundlich bleiben.“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.
36 Stunden im Dauereinsatz bei Großveranstaltungen in der Stadthalle
„Mir macht mein Beruf Freude und ich würde ihn immer wieder lernen.“ Zu Karneval mache es ihr immer Spaß zu arbeiten. „Es gibt schöne Musik und es ist immer was los.“. Es kann aber auch schon mal „stressig“ werden: „Ich war im Karneval schon mal 36 Stunden am Stück im Einsatz.“
In der Stadthalle erlebte sie Ballveranstaltungen, die morgens zwischen 5 und 6 Uhr zu Ende sind. Um 8 Uhr kamen die nächsten 1200 Gäste, da hatte ich gerade mal noch Zeit, um kurz zu duschen und für eine Tasse Kaffee.“ Heute ist sie „nur „ rund zwölf Stunden im Einsatz.
„Jede Veranstaltung und jeder Arbeitseinsatz hat seine Reize“, ergänzt sie. „Zur guten Musik gehe ich beschwingt mit dem Tablett durch die Reihen“, beschreibt sie ihre Arbeits- und Überlebens-Taktik. Allerdings zum Feiern im Karneval bleibe kaum Zeit: „Wir sind immer an der Basis und an der Front“, erklärte Jutta Reh. Vom Putzlappen bis zur Gabel müsse alles organisiert werden. Mit Frechheiten von Gästen weiß sie gut umzugehen: „Es ist wichtig alles super zu regeln ohne, dass dabei ein böses Wort fällt.“, empfiehlt sie. Nach 12 Stunden oder mehr knochenharter Arbeit gönnt sie sich auch mal ein Fußbad. „Das muss einfach sein, im Rollstuhl können wir nicht mehr bedienen“, meint sie.
Marco Doerner ist Kellner-Azubi im dritten Lehrjahr. „Viele, viele Getränke sind auf einer Großveranstaltung, wie dieser auszugeben.“. Bei Festen, wie heute, ist er, weil noch Azubi „nur“ zwischen acht und zehn Stunden im Dienst. „Karneval ist schon groß geschrieben in meiner Familie, aber es bleibt mir keine Zeit zu feiern.“, beschreibt er seine ersten Erfahrungen. „Zwischendurch muss man sich mal etwas strecken, luftdurchlässiges Schuhwerk mit Luftpolstern, und spezielle Strümpfe für den Gastro-Service tragen. Das hilft sehr, sonst „rauchen“ die Füße.“, empfiehlt der Azubi. „Ich will später mal ein eigenes Hotel eröffnen.“, hofft er.
Die Tanz- und Choreographie-Trainerinnen für Garde- und Schautanz, Ivonne Bresch und Tanja Bentz wissen ebenso was viel Einsatz bedeutet. Sie waren mit viel Arbeit damit beschäftigt, die Garde-Tänzerinnen und das Elferrat-Ballett im Indianer-Kostüm auf die Tanzdarbietung vorzubereiten: „Wir trainierten seit April für diesen Tanz. Fünf neue Garde-Tänzerinnen galt es vorzubereiten, weil fünf erfahrene Tänzerinnen wegen ihres Studiums nicht mitmachen konnten.“
Unter den zahlreichen prominenten Feiernden im Pfälzer Hof befand sich auch Bürgermeister Manfred Scharfenberger: „Es war ein schöner Abend. Es war eine runde Sache, wie der Elferrat, die Garde und der Narrenchor das Motto der Kampagne präsentierten.“ Für ihn ist Karneval ist eine schöne Nebensache: „Das Dorfgeschehen wird auf die Schippe genommen und von einer anderen Seite gesehen. Es macht einfach Spass !“
Spannend wird es garantiert in den Prunksitzungen, mit meist weit mehr als 350 Gästen: „Es kommt schon was Heftiges mit spitzen Formulierungen. Zuhören lohnt sich auf jeden Fall.“, blickte Erich Miller, zweiter Vorstand des MKV, voraus. Er wird das politische Zeitgeschehen beleuchten. Der hauseigene MKV-TV-Kamera-Mann, Adam Norfing, wurde neben vielen weiteren Ehrengästen mit einem Orden für seine Verdienste ausgezeichnet: „Es war sehr gut, ich war zufrieden.“
Alle Photos: von Andreas Klamm, weitere Photos bei Anfrage erhältlich.
Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, 16. November 2005
Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, Karneval-Regional, November 2005
Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2005