Essen auf Rädern: Kunden fragen um Rat

Essen auf Rädern: Kunden fragen um Rat
Von Andreas Klamm
Schifferstadt. – Die Zunahme von Creutzfeld-Jakob-Erkrankungen in Großbritannien auch bei jungen Menschen sowie Verlautbarungen des Bundesagrarministeriums, wonach BSE auch über Hautkontakt und durch Milchaustauschstoffe in Futtermitteln übertragbar sein könnte, hat auch die Kunden von „Essen auf Rädern“ des DRK-Ortsverbandes Schifferstadt verunsichert.
Die Ortsgruppe wollte aufklären und hatte deshalb zum Pressegespräch geladen. Die tiefgefrosteten Wochen-Menüs würden von einem Unternehmen aus Rheine, der Firma Apetito, geliefert. In dem Menü-Sortiment stammten 85 Prozent des Rindfleischanteils von Freiland-Rindern aus Argentinien und Südamerika, die dort auf saftigen Weiden grasen.
15 Prozent des Rindfleisches kämen aus Deutschland. Die genaue Herkunft sei bislang noch unbekannt. Das DRK fordere jetzt einen schnellen Nachweis von der Lieferfirma, so Vorsitzender Christoph Werner. Die Information würde dann sofort an die Verbraucher weitergegeben. Neben den rindfleischhaltigen Menüs gebe es auch ein reichhaltiges Angebot an vollwertiger, vegetarischer, fleischloser und Diätkost sowie Gerichte mit Hühner-, Schweine- und Putenfleisch, klärte Ricarda Klatt-Heil, Leiterin des DRK-Menüservices, auf. Kostenlos dazu würden Tiefkühl- und Wärmegeräte bereitgestellt.
Derzeit gebe es wegen der vielen Mitbewerber nur 15 Kunden. Die seien jetzt durch die BSE-Krise verunsichert, sie könne die Patienten aber in Gesprächen beruhigen. Trotz der Seuche stehe gerade auch bei den alten Menschen täglich Fleisch auf dem Speiseplan. Die Menü-Einheiten eigneten sich allerdings nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch für Singles und kleine Betriebe ohne eigene Kantine, warb Werner. Mit dem Angebot werde kein Profit erwirtschaftet und es stünde nicht in Konkurrenz zu anderen Catering-Anbietern. Infos gibt es direkt beim Ortsverband unter Telefon 06235/920093 bei Ricarda Klatt-Heil, die auch mal Obst-Einkäufe für die Patienten als Sonderleistung tätigt.
DRK-Schatzmeister Ernst Grüner hielt BSE für eine „von der Presse ausgelöste Massenhysterie“. Ganz anders bewertete dagegen DRK-Blutspende-Arzt Victor Schmitt vom DRK-Blutspendezentrum für Rheinland-Pfalz und Saarland die BSE-Infektionsgefahr. Das DRK habe vor über sechs Monaten mit Vorsichtsmaßnahmen reagiert, erklärte er auf Nachfrage der Tagespost.
Blutkonserven, von denen eine potenzielle Gefahr ausgehe, würden vorsorglich vernichtet. Ein Test für Menschen existiere noch nicht. Personen, die sich zwischen 1980 und 1996 sechs Monate oder länger in England aufgehalten hätten, Spender mit Hirnhaut-Implantaten, nach Hornhaut-Transplantationen, solche die Wachstumshormone, Medikamente tierischen Ursprungs, etwa Rinder-Insulin, erhalten hätten, und Angehörige eines blutsverwandten CJD-Kranken dürften nicht mehr Blut spenden und würden in der Spenderkartei gesperrt.
Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 30. Dezember 2000
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

In Bläserklassen Plätze frei für Sponsoren

In Bläserklassen Plätze frei für Sponsoren
Von Andreas Klamm
Schifferstadt. – Sie sind 49 an der Zahl, sitzen in zwei Klassen und haben eines gemeinsam: Die Jungen und Mädchen haben sich für ein Projekt im Fachbereich Musik des Paul-von-Denis-Gymnasium in Schifferstadt gemeldet und werden an Querflöte, Oboe, Klarinette, Altsaxophon, Fagott, Trompete, Waldhorn, Tenorhorn, Posaune und Tuba ausgebildet.
Zwei Stunden pro Woche üben die Kinder von Beginn der fünften Klasse an. In einer dritten Ausbildungsstunde, die über die Pflicht hinaus angeboten wird, bilden Lehrer der Kreismusikschule Ludwigshafen oder des Musikvereins Schifferstadt an den Instrumenten aus. Das Zusatzangebot mit Instrumentallehrern ist eine Besonderheit im Vergleich mit Projekten anderer Schulen.
„Die Schüler sind mit großer Freude und Motivation bei der Sache“, berichtet die Leiterin des Bläserprojektes Christa Ißle im Tagespost-Gespräch, die allen Kindern Musik näher bringen möchte. Für die Schüler sei das Bläserprojekt eine willkommene Alternative zum Unterricht mit der Blockflöte.
Jungmusiker geben Kostprobe
Klasse könnten interessierte Jungen und Mädchen Leihgeräte bekommen. Christa Ißle würde das Projekt gerne bis in die 13. Klasse fortführen. Ein Problem: Ab der siebten Klasse stehen für die Schüler eben keine Leihinstrumente mehr bereit. Die vorhandenen reichen nicht aus. Deshalb würde sich Christa Ißle über Sponsoren sehr freuen, schließlich kann sich nicht jeder der Jungmusiker die teuren Blasinstrumente leisten.
Die Bläserklasse der sechsten Jahrgangsstufe wird übrigens am Samstag, 27. Januar, 10 Uhr, bei einer Informationsveranstaltung für Eltern und Kinder der künftigen fünften Klasse eine Kostprobe ihres Könnens geben. Schülern ab der siebten Klasse hilft Christa Ißle auch gerne bei der Suche nach Leihgeräten. Weitere Auskünfte zum Bläserprojekt gibt es außerdem unter der Telefonnummer 06235-955 410.
BILD-Unterschrift # 1: Immer gut bei Puste: Die 49 Schüler der beiden Bläserklassen im Gymnasium Schifferstadt sind mit Eifer dabei. Projektleiterin Christa Ißle sucht Sponsoren für Instrumente. Foto: Bug
Erst-Veröffentlichung: Speyerer Tagespost, 16. Juni 2001
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2007

Hohe Auszeichnung für große Verdienste: „Pfälzer Saumagen-Orden“ geht an Hans-Dietrich Genscher

Hohe Auszeichnung für große Verdienste:
„Pfälzer Saumagen-Orden“ geht an Hans-Dietrich Genscher

VON ANDREAS KLAMM
Schifferstadt. „Der 15. Pfälzer Saumagen-Orden geht an den Spitzenpolitiker und früheren Bundesaußenminister, Hans-Dietrich Genscher.“ Dies erklärte im Pressegespräch im Hotel „Zur Kanne“ am Montagabend, die für die Organisation der Saumagen-Verleihung verantwortliche Senatorin der Karneval- und Tanzsport-Gesellschaft „Schlotte“ e. V., Marlein Bittner.
Die Verleihung des außergewöhnlichen Ordens, der nur an besonders verdiente Persönlichkeiten in der Bundesrepublik Deutschland von der Karneval-Geschellschaft „Schlotte“ erfolgt, gehe an Hans-Dietrich Genscher als Persönlichkeit, die durch den jahrzehntenlangen Dienst im Sinne der deutschen Demokratie und liberaler Politik zum Aufbau des Staates ein Wesentliches beigetragen habe.
Die von ihm hergestellte Kontinuität in der deutschen Außenpolitik habe bei den europäischen Nachbarn und ehemaligen Kriegsgegnern das Vertrauen geschaffen, ebenso wie beim ersten Ordensträger, den damaligen Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Genscher sei einer der „Väter der Deutschen Einheit“, deren Umsetzung in die Praxis durch den Spitzenpolitiker unter anderem mit dem symbolischen Akt der Grenzöffnung zwischen Deutschland und Tschechien im Dezember 1989 eingeleitet wurde, erklärte Bittner.
Als großen, zum Teil persönlichen, Verdienst von Genscher, betrachte die Karnevalsgesellschaft die Ausrichtung deutscher Politik mit dem friedlichen und erfolgsversprechenden Zusammenwirken von Ost und West. Nur aufgrund dieser Vorbereitungen sei es letztlich möglich gewesen, das nach dem zweiten Weltkrieg getrennte Deutschland, zumindest zu einem Teil, wieder zusammenzuführen.
Mit den Leistungen, die von Hans-Dietrich Genscher im Dienste seines Volkes, teilweise „übermenschliche“ Kraft erforderten, seien die Verleihungskriterien für den „Saumagen-Orden“ in hervorragender Weise, erfüllt, würdigte Senatorin Marlein Bittner, einen „Bruchteil“ der Verdienste, die der Politiker in seinem 50jährigen politischen Engagement erbrachte.
Genscher freue sich über seine Wahl und empfindet es als Ehre, in den Kreis der „Saumagen-Ordensträger“ einzutreten.
Zum Kreis der Ordensträger zählen Alt-Bundeskanzler, Dr. Helmut Kohl, Dr. Werner Pfützer, die Blues-Sängerin Joy Flemming, Fritz Walter, Prof. h. c. Dr. Theo Becker, BASF-Aufsichtsratsvorsitzender, Prof. Dr. Jürgen Strube, Ministerpräsident Kurt Beck, die mutigen Männer des Kampfmittel-Räumdienstes Rheinland-Pfalz, Ehrenbürger Theo Magin, der frühere Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel, Holiday-Park-Besitzer Wolfgang Schneider, Lothar Späth, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, und im vergangenen Jahr, der Welt-Schiedsrichter, Dr. Markus Merk aus Kaiserslautern.
Die Verleihung des 15. Pfälzer Saumagen-Ordens an Hans-Dietrich Genscher, findet am 20. Februar 2006, 19.11 Uhr in einer Abendveranstaltung, im Alten Rathaus zu Schifferstadt statt.
Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, British Newsflash Magazine, IFN d734 News Magazin, Karneval-Regional, November 2005
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, August 2005

Schwere „Unruhen“ in Schifferstadt: Rathaus fest in der Hand der KG Schlotte

Schwere „Unruhen“ in Schifferstadt:
Rathaus fest in der Hand der KG Schlotte
KG Schlotte stürmt Rathaus

VON ANDREAS KLAMM
Schifferstadt. Mit ohrenbetäubenden Böllerschüssen und Schüssen aus Kleinkaliber-Gewehren stürmte die noch amtierende Prinzessin Nadine, die I. und die designierte Prinzessin, Angelika, die I. zusammen mit dem Elferrat unter Präsident Wilfried Külbs pünktlich um 11.11 Uhr mit dem offiziellen Auftakt der Karnevalsaison am 11. November das Rathaus in Schifferstadt.
Bürgermeister Klaus Sattel (FWG) hatte gegen die Übermacht der Karnevalisten der Karnevals- und Tanzsport-Gesellschaft „Schlotte“ e. V. (KG Schlotte) keine Chance. Die KG Schlotte stürmte mit der Schützenhilfe des Schützenvereines Schifferstadt und der Böllerschützengruppe Otterstadt mit allen Kräften das Rathaus. Mit scharfer Munition wurde aus allen Rohren geschossen.
„Schultheiߓ Klaus Sattel versuchte sich und seine bediensteten „Untertanen“ mit einem Trick zu retten, und ließ die Uhren um eine Stunde nach vorne stellen. Er wollte den Karnevalisten den „Bären aufbinden“, sie seien über eine Stunde zu spät. „Das hat es in der Geschichte von Schifferstadt noch nicht gegeben.“, versuchte er den Schwindel zu bekräftigen.
Präsident Wilfried Külbs, ordnete in einer seiner ersten Amtshandlungen nach der feindlichen Übernahme des Rathauses sofort an, die „Zeit wieder richtig zu stellen, sonst geht es nicht weiter.“
Der Anordnung wurde in Anbetracht der Vielzahl und Übermacht der Schlotte-Karnevalisten unverzüglich Folge geleistet. „Schultheiߓ Sattel steht seit 11.11 Uhr im Dienst der künftigen Prinzessin von Schifferstadt, Angelika, der I., die weiß was sie will.
Gemeinsam mit der scheidenden Prinzessin Nadine, der I., verlass die Nachfolgerin die Elfer-Ordnungen. „Es ist besser die Elfer-Ordnungen zu befolgen“, warnte sie. Bei Verstößen drohen zum Teil drakonische Strafen. In einer der Elfer-Ordnungen wird der „Schultheiߓ Sattel dazu verpflichtet, mit der künftigen Prinzessin, Angelika, der I., auf dem Krönungsball zu tanzen, sonst muss er als Strafe der Prinzessin 111 rote Rosen überbringen.
Verpflichtung ist auch die Teilnahme an allen karnevalistischen Veranstaltungen. Für den Fall, was die Ausnahme sein sollte, dass der „Schultheiߓ je doch einmal verhindert sein sollte, wegen dringlicher Gespräche, nicht zu verschiebender Familienfeiern, Krankheit oder bei Zahnschmerzen, erhielt Klaus Sattel eine schriftlich attestierte „Ausnahmegenehmigung“ der KG Schlotte, von der er nach seinen Möglichkeiten natürlich keinen Gebrauch machen sollte.
Ganz kampflos überließ er den Karnevalisten das Rathaus nicht. Dies mussten, bevor sie in den Ratssaal gelangen konnten, elf Fragen innerhalb von elf Minuten beantworten. Auch dort stellte Sattel „Fuchsfallen“ auf. In einer der Fragen wollte er den kürzesten Monat wissen. Die Antwort lautet „Mai“. Wer dabei zunächst an 28 oder in Schaltjahren an 29 Tagen des Februars dachte, lag völlig daneben.
Die Kampagne 2005/2006 steht unter dem Motto „Vier Vereine bauen ein Haus. Aus einem schauen die Schlotte heraus“. „Das dürfte in der Geschichte der Bundesrepublik einmalig sein, dass sich vier Vereine in einem Bauprojekt zusammenfinden, um für die Vereine und die Jugend, ein Heim zu bauen“, meinte Präsident Wilfried Külbs.
Angelika, die I. – „das närrische Füchslein“ gab mit ihren Forderungen ihrem Namen die Ehre. Sie wünscht sich all überall die Präsenz von Fabelwesen, Fahnen, Blumen und buntem Schmuck. Klaus Sattel ist gut beraten, kreativ zu sein, sonst muss er zum Teil mit sehr unangenehmen Strafen, wie dem Tragen eines Fuchsschwanzes oder gar ein Hechtschwanz, angebunden an sein Bein über sich ergehen lassen.
Vielleicht gibt es bald nicht nur in Bremen, sondern auch in Schifferstadt, ganz besondere Stadtmusikanten nach dem Vorbild der Hansestadt.
Sattel gelobte sich alle Mühe zu geben. „Womöglich stinkt der Hechtschwanz.“, bemerkte er leicht eingeschüchtert. Er übergab den Schlüssel und den Stadtsäckel nach der Proklamation der bis Aschermittwoch gültigen neuen Verordnungen.
Die noch amtierende Prinzessinnen und ihre Nachfolgerin mussten allerdings in ein „schwarzes Loch“ schauen, das Stadtsäckel war leer.
Sattel versuchte mit einem 500-Euro-Gutschein karnevalistisch zu kontern, bei dem es für den Bau des Vereinsheimes nichts bares gibt, sondern Arbeitsleistungen von Experten. Die Preise mit 111,11 Euro pro Arbeitsstunde für Experten wirken allerdings, entweder schon vorausschauend der bevorstehenden Mehrwertsteuer-Erhöhung stark angepasst oder sind schlichtweg einfach total überzogen.
Von Nadine, der I. wurde Bürgermeister Klaus Sattel der erste Orden für seine Verdienste im Bau des neuen Vereinsheimes der KG Schlotte verliehen. „Man muss halt, wissen wie man an die Frauen herankommt“, erklärte er, als er auf den Knien auf dem Tisch ehrfurchtsvoll zu Nadine, der I., kletterte um den Orden in Empfang zu nehmen. Dafür gab es von der Prinzessin , Küsschen für den „Schultheiss“. Trickreich zeigte sich Sattel auch bei der Schlüsselübergabe für das Rathaus.
Zwar übergab er den großen Schlüssel für die Vordertür des Rathauses nach einigem Hin und Her willig, doch ließ er sich für alle Fälle einen kleinen Schlüssel für die Hintertür des Rathauses nachmachen. Die Idee zur Gestaltung des ansprechenden Ordens mit vier Häusern kam von KG-Schlotte-Senatorin Marlein Bittner.
BILD-Unterschrift # 1: Prinzessin Angelika, die I. regiert in der Rettich-Metropole
Erst-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, Karneval-Regional, 2005
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007

Kindheitswunsch geht in Erfüllung: Von Kindesbeinen in die Fastnacht reingewachsen

Kindheitswunsch geht in Erfüllung:
Von Kindesbeinen in die Fastnacht reingewachsen
Künftige Prinzessin vorgestellt
VON ANDREAS KLAMM
Schifferstadt. Die künftige Karnevals-Prinzessin Angelika, die I. – „Das närrische Füchslein“, hat ein Herz für Speyer und ihre „Urwurzeln“, wie sie selbst sagt, sind in Schifferstadt. Die Karneval- und Tanzsport-Gesellschaft „Schlotte“ e. V. stellte am Montagabend in einer Pressekonferenz die designierte 25. Prinzessin der nächsten Karnevalssaison vor, die die noch amtierende Prinzessin Nadine, die I., ablösen wird.
Angelika Fuchs, ist 19 Jahre, jung, bildhübsch, intelligent und die gute Nachricht für jene, die sich schon immer mal in eine Karnevals-Prinzessin verlieben wollten: Sie ist auch noch Single.
Derzeit bereite sie sich hauptsächlich noch auf die Reden für den Karneval vor, weil das noch für sie ungewohnt sei, vor vielen Leuten zu sprechen. Sie übte das freie Reden mit Freunden. Auf der Bühne zu stehen, kenne sie vom Tanzen sehr gut. Angelika, die I. kennt sich im Karneval bestens aus. Sie ist nahezu seit 16 Jahren in den Tanzgarden aktiv. „Seit ich denken kann, etwa seit dem vierten Lebensjahr, bin ich im Verein „KG Schlotte“ und tanze dort.
Ich versuchte immer Kinder-Prinzessin zu werden“, erzählt sie. Sie habe ganz klein angefangen, noch vor der kleinen Garde, gefolgt von der Kinder-Garde. „Eine kleine Pause musste ich einlegen, weil wir umgezogen sind. Ich wechselte später direkt in die Prinzen-Garde“, beschreibt sie ihren Weg im Karneval. „Auf allen Veranstaltungen war ich zum Großteil dabei. Neu für mich werden die Reden sein.“, so die lebensfrohe Frau.
Ihre Hobby´s sind der Karneval zum Großteil und ihre Freunde. Für die sympathische junge Dame geht ein Kindheitswunsch in Erfüllung. Als Karnevals-Prinzessin erreiche sie jetzt einen Höhepunkt in ihrer karnevalistischen Laufbahn und sei jetzt mittendrin. „Darüber freue ich mich sehr“, ergänzte sie. Auch Schwester Susanne und Mutter Ulla, der künftigen Prinzessin, tanzen.
Die 19Jährige befindet sich noch in der Ausbildung als Bürokauffrau bei der Bundesbank in Mannheim. Im Januar kommenden Jahres werde sie mit der Abschluß-Prüfung die Ausbildung beenden.
In Speyer habe sie ihren Freundeskreis aufgebaut, auch die enge Familie lebe in Speyer aber ihre „Urwurzeln“ habe sie in Schifferstadt. „Zur Karnevalsgesellschaft „Schlotte“ zieht es mich immer wieder hin.“, meint Angelika, die I. Sie ist in Schifferstadt aufgewachsen und die Großeltern wohnen in Schifferstadt. „Ich wünsche mir eine schöne Kampagne mit Wilfried, besonders auch deshalb weil es für ihn die letzte sein wird.“, so Angelika.
KG „Schlotte“-Präsident, Wilfried Külbs, kündigte zuvor an, dass es für ihn definitiv die letzte Kampagne sein werde. „Die Prinzessin kenne ich schon, seit sie laufen kann und hatte sie mit vier Jahren auf meinem Schoß sitzen. Das sind immerhin fast 16 Jahre. Wir haben uns schon, als ich ihr im Alter von vier Jahren in die Augen blickte, gemocht. Daran hat sich nichts geändert.“, beschrieb er seine Begeisterung für Angelika.
Er kenne schon rein aus der Fastnacht heraus die ganze Familie Fuchs sehr gut. „Die Angelika ist in die Fastnacht von Kindesbeinen an reingewachsen.“, so der Karnevals-Präsident.
Ihr Prinzessinnen-Titel kommt vom Nachnamen und von einem Spitznamen. „Aus meinem Nachnamen Fuchs entstand über die vielen Jahren der Spitznamen „Füchslein“.
Großoffensive auf das Rathaus steht bevor: Heftiger Widerstand wird erwartet
Präsident Wilfried Külbs verriet einen kleinen Teil seiner umfassenden und gut vorbereiteten Kampf-Strategie. „Um 10 Uhr werden wir den Vorplatz des Rathauses am Freitag, dem 11. November besetzen (Marktplatz).“, informierte er.
Er zeigte sich schon siegessicher: „Um 11.11 Uhr werden wir mit Unterstützung der Schützengesellschaft Schifferstadt und der Böllergruppe Otterstadt das Rathaus stürmen“.
Man wisse noch nicht genau, was auf die KG „Schlotte“ zukomme. „Wir rechnen mit sehr starkem Widerstand.“, so Külbs. Die Karnevalsgesellschaft scheut die Offensive nicht: „Wir sind auf alles vorbereitet und gut gerüstet. Wir schießen mit scharfer Munition aus allen Rohren.“, beschreibt der Präsident die bevorstehende Stürmung des Rathauses. Nach der erfolgreichen Einnahme des Rathauses folge die Proklamation der „Elfer-Ordnungen“.
Die Abschluss-Feierlichkeiten zur Rathaus-Erstürmung finden im Saalischen Hof statt mit der Einnahme des traditionellen Mittagessens. Auf der Menukarte steht unter anderem Gans. Das Motto der Kampagne „Vier Vereine bauen ein Haus. Aus einem schauen die „Schlotte“ raus“. Das Motto spiegelt sich auch im Orden der Kampagne wieder.
Am Tag danach, folgen die ersten großen Verpflichtungen für die designierte Prinzessin Angelika, die I.. Um 18.25 Uhr kurz vor dem Krönungsball wird Angelika mit einem Fackelzug und der Blaskapelle Mutterstadt in ihrer „Prinzessinnen-Residenz“, Langgasse 32 in Schifferstadt, abgeholt. Zuvor wird die noch amtierende Prinzessin kurz besucht.
Im Krönungsball, am 12. November, ab 20.11 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum (Liliengasse/Salierstrasse), wird die „Alt“-Prinzessin ihre Abschiedsrede halten und ihre Nachfolgerin in das Amt einführen. Vorgeführt werden verschiedenste Tänze, wie auch Garde-Tänze und Schautänze. Eine historische Volkstanzgruppe wird in Biedermeier-Kostümen beim Tanz zu sehen sein.
Nach der Krönung durch die noch amtierende Prinzessin Nadine, die I. unter Assistenz von Kinder-Prinzessin Miriam Reiser (12), muss Angelika, die I. dann zum ersten Mal vor einem großen Publikum ihre Antrittsrede halten. Külbs ist sicher, dass man mit der „Schuckeria“-Band aus Schifferstadt die richtige Note getroffen habe.
Am 18. Dezember lädt die KG „Schlotte“ zur Weihnachtsfeier, um 18 Uhr, die in jedem Fall, möglicherweise wegen des im Bau befindlichen Vereinesheimes, im Hof stattfinden wird.
Als weiterer Höhepunkt findet im Laurenztius eine große Silvesterparty, am 31. Dezember, mit der bekannten Musikgruppe „Skylights“ statt.
Gewählt werden auf der Party „Miss und Mister Silvester“. Karten für die Veranstaltungen können ab 15. November telefonisch bei Wilfried Külbs, Tel. 0 62 35 43 29 reserviert werden.
BILD-Unterschrift # 1: Wird bald als Prinzessin im Rathaus zu Schifferstadt regieren: Die designierte Prinzessin Angelika, die I. – „Das närrische Füchslein“. Fotos: ank /3mnewswire.org
Erst-Veröffentlichung: Speyerer Morgenpost, November, 2005
Zweit-Veröffentlichung: IFN d734 News Magazine, Karneval-Regional, 2005
Dritt-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007