2008 – Das Jahr der Integration: Gedanken zur Umsetzung einer türkisch-deutschen Integration – Was Deutschland zur Integration beitragen kann

2008 – Das Jahr der Integration:
Gedanken zur Umsetzung einer türkisch-deutschen Integration
Was Deutschland zur Integration beitragen kann

Kommentar von Andreas Klamm
Ludwigshafen/Ankara. Nach der schlimmsten Brandkatastrophe nach dem 2. Welt-Krieg in der Stadt Ludwigshafen gibt es Fragen über Fragen. Es gibt auch Anregungen und Fragen zur Integration deutscher Bürger in die türkische Leitkultur in Deutschland und der Integration von türkischen Bürgern in Deutschland. Politische Integrations-Ziele zu erreichen ist nicht einfach und in der Regel dauert die Umsetzung solcher Ziele in Deutschland eine lange Zeit.
Bevor jedoch die politischen Weichen für eine Integration deutscher Bürger in eine türkische Leitkultur in Deutschland gestellt werden können und alles dazu beigetragen werden kann, damit sich Menschen aus der Türkei auch in Deutschland mehr heimisch, fast wie in der Türkei, fühlen können, sollten wir alle vielleicht darüber nachdenken, was jeder einzelne Mensch dazu beitragen kann, damit eine türkisch-deutsche und deutsch-türkische Integration in beide Richtungen gelingen kann.
Oft sind es die ganz kleinen Dinge, die mehr Offenheit und ein Anfang einer Eingliederung bedeuten können. Bis der Wunsch nach türkischen Schulen und Universitäten in Deutschland des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan umgesetzt werden kann, können noch Jahre ins Land ziehen. Die Umsetzung solcher Wünsche und Bedürfnisse ist nicht immer einfach.
Doch vielleicht kann schon ein kleines Stück Stoff ein Anfang einer neuen türkisch-deutschen Integration bedeuten. Auffällig, bei keiner der Deutschland-Visiten des türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, aus sehr traurigen Anlass, trugen Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) und die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU) zumindest ein Kopftuch. Wie die Fernsehbilder aus Köln aus Anlass einer Rede des türkischen Ministerpräsidenten eindrucksvoll zeigen, hätte nur das Tragen eines Kopftuches dem türkischen Ministerpräsidenten in Deutschland ein Gefühl des Zuhauses in seiner türkischen Heimat auch in Deutschland schenken können. Dabei ist es so einfach und mit dem öffentlichen Tragen eines Kopftuches könnten deutsche Frauen, natürlich auch deutsche Politikerinnen, ihre Verbundenheit mit den türkischen Frauen wirkungsvoll zum Ausdruck bringen.
Diese Geste kostet keine Millionen und kann vielen türkischen Frauen ein Stück des Heimatgefühles auch inmitten von Deutschland vermitteln. Türkische Familien, die seit Jahrzehnten in Deutschland leben, berichteten im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe in Ludwigshafen, dass diese sich auch nach Jahren der Arbeit und des Lebens in Deutschland ausgegrenzt fühlen. Oft kommt es auch bei der Verrichtung alltäglicher Begegnungen mit deutschen Behörden und Verwaltungen zu Problemen. Es gilt die Barriere der sprachlichen Verständigungsprobleme zu überwinden. Dabei lässt sich das Sprachdefizit deutscher Bürger ganz einfach mit dem Besuch eines Kurses der türkischen Sprache lösen. Zu wenig Beamte und Beamtinnen bei den Behörden und Verwaltungen sprechen die türkische Sprache. Ein ähnliches Problem besteht leider auch in den Schulen. Nicht alle deutschen Lehrer sprechen die türkische Sprache.

Die andere Kultur mittels dem kulinarischen Genuss kennenlernen:
Statt nur Sauerkraut, Kartoffeln und Schweinefleisch zu verzehren, sollten auch deutsche Bürger öfters mal türkische Speisen kennen lernen und kosten. Liebe geht bekanntlich durch den Magen und könnte einfach eine Brücke zwischen türkischen und deutschen Bürgern bauen.
Manchmal hilft auch ein kleiner und einfacher Verzicht. Kirchengemeinden könnten auf das Läuten der Kirchenglocken am Sonnabend und am Sonntag verzichten, damit die verängstigten türkischen Bürger und Bürgerinnen nicht durch ungewohnte religiöse Bekundungen in der Ausübung ihrer Religion des Friedens, dem Islam, gestört werden. Der recht einfache Verzicht kostet nicht einen einzigen Cent.
Doch auch die deutschen Medien haben ein bisher kaum gekanntes Potential an einer türkischen Integration in Deutschland mitzuwirken. Die großen deutschen Tageszeitungen könnten einen Teil ihrer Ausgaben in der türkischen Sprache veröffentlichten. Private und öffentlich-rechtliche deutsche Rundfunk-Sender könnten zudem mehr Radio- und Fernseh-Programme in der türkischen Originalsprache senden.
In Radio- und Fernseh-Sendungen könnten zudem mehr türkische Moderatoren und Moderatorinnen im künftig neu entstehenden türkischen-deutschen Rundfunk zu sehen und zu hören sein.
In überwiegend von türkischen Bürgern besiedelten Stadtteilen und Regionen in Deutschland könnten die deutschen Fahnen durch die türkische Nationalflagge ersetzt werden.

Kulturelle und religiöse Integration:
Nicht nur in den Großstädten in Deutschland könnten mehr türkische Moscheen und Kulturzentren neu entstehen, sondern auch in Gemeinden und Regionen des ländlichen Raumes.
Ähnlich wie in England oder Amerika könnten Formulare von Behörden grundsätzlich zweisprachig, in der türkischen und deutschen Sprache gedruckt werden.

Politische Integration:
Kommunal- Landes- und Bundespolitiker könnten ihre politischen Reden grundsätzlich, ähnlich wie in Kanada, zweisprachig halten, etwa in der türkischen Sprache gefolgt von einer deutschen Übersetzung.
Kunst: Statt deutscher Volksmusik könnten sowohl in deutschen Radio- und Fernseh-Sendungen mehr türkische Volkslieder gesendet werden.
Spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2006 wissen viele Menschen in Deutschland, dass auch der internationale und nationale Sport Nationen und Kulturen miteinander verbinden kann. Es könnten neue türkisch-deutsche Fussball-Vereine entstehen. Hier könnten eine einfache Qouten-Regelungen etwa nach der Aufgliederung 50 Prozent türkische Fussballspieler und 50 Prozent deutsche Fussballspieler ein sinnvoller Anfang sein.
Wichtige Telefonzentralen könnten mit zweisprachigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen besetzt werden, die der türkischen und deutschen Sprache mächtig sind.

Feiern verbindet:
Türkische und deutsche Bürger und Bürgerinnen könnten aus freudigen Anlässen gemeinsam mehr feiern.

Liebe schafft Integration:
Die ganz praktische gelebte Integration könnten natürlich auch in Ehen zwischen türkischen und deutschen Bürgern und Bürgerinnen ohne allzu große Hürden überwindbar und umsetzbar sein.
In den Video-Podcasts von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel könnte grundsätzlich eine deutsche und türkische Flagge gezeigt werden, was nicht nur zur Integration von deutschen Bürgern und türkischen Bürgern beitragen kann.

Integration in der Arbeitswelt:
Einstellung-Gespräche bei deutschen Firmen könnten auch in der türkischen Sprache geführt werden. Personalabteilungen deutscher Unternehmen könnten Bewerbungen in der türkischen Sprache annehmen.
Türkische Bewerber und Bewerberinnen könnten bei der Neubesetzung von Arbeitsplätzen in deutschen Unternehmen grundsätzlich bevorzugt behandelt werden.
Wiedergutmachung: Für das Leid das Deutschland dem türkischen Volk in der Vergangenheit und in der jüngeren Vergangenheit zugefügt hat, könnte es Wiedergutmachungs-Zahlungen geben.
Die Internet-Präsentation der Bundesregierung und der Landesregierungen könnte grundsätzlich in der türkischen und deutschen Sprache publiziert werden.

Begrüßungsgeld:
Ähnlich wie bei der deutsch-deutschen Vereinigung im Jahr 1990 könnte an türkische Neubürger und Neubürgerinnen ein Begrüßungsgeld gezahlt werden, damit die Eingliederung in Deutschland nicht ganz so schwer fällt.
Deutsche Bürger und Bürgerinnen sollten sich ihrer Schuld aus der Vergangenheit immer und stetig bewusst sein und das türkische Volk um Vergebung bitten.
Es gibt mehrere Hundert weiterer Beispiele für sinnvolle Maßnahmen zur Eingliederung deutscher Bürger in die türkische Gemeinschaft und zur Eingliederung türkischer Bürger in die deutsche Gemeinschaft. Wichtig ist es ,nicht auf langjährige politische Vorgaben zu warten, sondern in kleinen Schritten vielleicht schon heute einen Anfang zu machen, zumindest in Bereichen in denen dies recht unkompliziert möglich ist.
Integration muss nicht immer kompliziert oder gar teuer sein. Manchmal genügt es schon wenigstens in kleinen Schritten aufeinander in Freundschaft und Verbundenheit zu zugehen.
In einer globalen neuen Welt, kann Deutschland nicht nur deutsch sein, Deutschland sollte auch unter dem Aspekt wichtiger türkisch-deutscher Handelsbeziehungen mehr türkisch werden.
3mnewswire.org

Was ich noch sagen wollte: Karneval in der Pfalz und Rhein-Neckar

Was ich noch sagen wollte:
Karneval in der Pfalz und Rhein-Neckar

VON ANDREAS KLAMM
Ohne Zweifel gelten Mainz und Köln als die Hochburgen des Karnevals in Deutschland. Doch auch in der Pfalz und in der Metropol-Region Rhein-Neckar können die Menschen in sehr schwiergen Zeiten freudig und gut feiern. Das ist gut so !
Freudige, fröhliche und feierende Menschen sind gut !
Daher zeigt IFN Television / IFN International Family Network d734, beispielsweise, einige Veranstaltungen zu Karneval und dem Umfeld, aus der Pfalz und der Metropol-Region Rhein-Neckar.
Die karnevalistischen Hochburgen erfreuen sich ohnehin bereits einem großen Medieninteresse. Daher entschied ich mich, von regionalen Karnevals-Veranstaltungen zu berichten.
Als Redaktionsleiter und Herausgeber des Dienstes IFN d734 und von British Newsflash Magazine ist dies auch eines meines „Abschieds-Geschenke“ an die Menschen in der Region und wie bereits berichtet, handelt es sich bei der Berichterstattung auch um einen Dienst für russische und amerikanische Journalisten-Kollegen.
Wer auch immer annehmen sollte, dass ich mich vor meiner Auswanderung aus Deutschland noch reich verdienenen sollte, der irrt gewaltig. Für die vielen Stunden Arbeit gibt es keinen einzigen Cent und noch nicht einmal ein Dankeschön.
Derzeit erhalte ich keinen einzigen Cent oder staatliche Unterstützung. Nach 21 Berufsjahren gibt es nichts, nur den Versuch der Erpressung durch eine Agentur und stattdessen versuchen mich einige Kräfte an meiner Berufsausübung als Journalist und Gesundheits- & Krankenpfleger zu hindern, obgleich bekannt ist, dass ich mich in einer ernstzunehmenden Notlage befinde, behindert und Schwerbehinderten gleichgestellt bin und noch nicht einmal zum Arzt kann, weil ich diesen nicht bezahlen kann.
Mit der Beendigung einer 410 Euro-Beschäftigung als Gesundheits- & Krankenpfleger in Mannheim endete auch meine Mitgliedschaft bei einer allgemeinen Ortskrankenkasse.
Die Aufträge, die ich als Journalist erhalte, reichen in der Anzahl nicht aus, meist wird nach Zeilenhonorar bezahlt. Ich müßte schon sehr viele Bücher schreiben oder solvente (zahlungsfähige) Auftragsgeber finden.
Dennoch arbeite ich. Selbst dies machen mir einige andere Kräfte zum Vorwurf. Grund genug für mich nach einem weiteren 11monatigen „Sklavendienst“ in der ambulanten Pflege aus Deutschland schnellstmöglichst auszureisen und in Amerika frei als Journalist und Gesundheits- & Krankenpfleger zu arbeiten.
Dazu muss ich zuerst einmal das Geld für ein Flugticket und für die ersten Wochen in den USA verdienen. Von Deutschland habe ich in jeder Beziehung genug, weil ich überwiegend leider nur selten Gutes erleben durfte.
Mehr und mehr kann ich meine Großmutter verstehen, die bereits 1950 auswanderte, heiratete, mit ihrem Mann ein kleines Haus baute und vieles andere. In den Punkten Auswandern, Heiraten und vielleicht in anderen Dingen, ist sie ein Vorbild für mich.
In Amerika ist vieles anders. Dort wird auch nur mit „Wasser gekocht“. Doch dort ist für Menschen, ungeachtet ihres sozialen, religiösen, kulturellen und politischen Hintergrunds ein freies Arbeiten bei guter oder doch zumindest zufriedenstellender Bezahlung möglich.
In Deutschland kann ich derzeit diese Erfahrung leider nur selten machen, obgleich im Grundgesetz garantiert.
Leider ist dies eine wahre Geschichte und keine karnevalistische Bütten-Rede. Auch dort gibt es viel Interessantes zu hören: Meist Geschichten, wie diese und viele andere, nicht ganz so ernst aufbereitet, wie die heutige Ausgabe von „Was ich noch sagen wollte…“.
Man muss nur genau zuhören.
Was ich absolut nicht bei vielen Menschen in Deutschland verstehe, ist weswegen so viele nur auf das Schlechte schauen und hindeuten und das Gute nicht gesehen, gefeiert oder auch gewürdigt wird.
Eine Erscheinung in der deutschen Mentalität der Bevölkerung, die ich vermutlich kaum verstehen werde oder nachvollziehen kann.
Es sind nicht wenige Menschen, die in Deutschland größte Sorgen und Probleme haben. Bleibt zu hoffen, dass es bald für möglichst viele besser wird.
Erst-Veröffentlichung: IFN d734 News, Karneval-Regional, Was ich noch sagen wollte… – Sonder-Reihe, November 2005
Zweit-Veröffentlichung: British Newsflash Magazine, 2007